Soziale Kämpfe in Fabrik und Gesellschaft

Venezuela. Welcome to our Revolution

autor: 
Kollektiv p.i.s.o 16
text: 

Dieser Willkommensgruß stammt von einem Aktivisten aus dem besetzten Kino von San Agustin, einem der unzähligen Barrios von Caracas. Ein Willkommensgruß, der symptomatisch ist -- viele Menschen begreifen den gegenwärtigen Transformationsprozess der venezolanischen Gesellschaft als ihre Revolution. Nicht als ein Projekt politischer Parteien oder des Präsidenten Hugo Chávez. Entsprechend ist auch die Bereitwilligkeit zu Veränderungen in Venezuela und die Offenheit der Diskussion darüber. Glühende VerteidigerInnen des revolutionären Prozesses scheuen sich nicht, über dessen Defizite und inneren Widersprüche zu sprechen. Und Widersprüche gibt es viele. Bereits der Versuch, die sogenannte "bolivarianische Revolution" in Kategorien zu fassen, die kompatibel zu linken Diskursen in Deutschland sind, ist schwierig: Befindet sich Venezuela bereits in einem revolutionären Transformationsprozess? Oder lässt sich die politische Realität besser als vorrevolutionäre Situation beschreiben, in der sich die gesellschaftlichen Widersprüche stetig verschärfen und in naher Zukunft zu einer weitergehenden Umwälzung führen werden? Oder sind beide Prozesse, der der Transformation wie der der Zuspitzung, gleichzeitig vorzufinden, je nach gesellschaftlichem Bereich? Und welche Bereiche sind diesen Prozessen unterworfen -- und welche (bislang) nicht?

Umkämpfte Räume

autor: 
StadtRat (Hg.)
text: 

Linke Strategien in der Stadt.
Sozial- und Ordnungspolitik, Drogenpolitik und Linke, Hamburger Schanzenviertel, Festivalisierung des öffentlichen Raums, EXPO 2000, Sicherheitsdiskurs, Frauen und Stadt, Prenzlauer Berg, Banlieues, Interview mit Neil Smith über »zero tolerance« u.a.

Umherschweifende Produzenten - Immaterielle Arbeit und Subversion

autor: 
Thomas Atzert (Hg.)
text: 

Inhalt
Toni Negri: Autonomie und Separatismus. Netzwerke der Produktion und die Bedeutung des Territoriums im italienischen Nordosten
Maurizio Lazzarato: Immaterielle Arbeit. Ästhetisierung der Politik und der Produktion unter den Bedingungen des Postfordismus
Toni Negri: Massenintellektuelle. Umrisse einer konstituierenden Macht.
Paolo Virno: Konterrevolution. Die Strategie der Verweigerung und ihr Double.
Nachwort des Herausgebers: Cyborgs und soziale Emanzipation

Situationistische Revolutionstheorie I + II

autor: 
Biene Baumeister Zwi Negator
text: 

Mitte der 1950er Jahre entstand die «Situationistische Internationale/SI», die frühzeitig einiges von dem vorwegnahm, was später die 1968er-Bewegung kennzeichnen sollte: Die fundamentale Infragestellung der kapitalistischen Gesellschaft. Das im Herbst 2004 erschienene Enchiridion will die Grundzüge der situationistischen Bewegung dar- und klarstellen. Das Organon bildet nun eine wertvolle Ergänzung zum soeben erschienenen Enchiridion mit Glossar, Register, Originaltexten, Anmerkungen und ausführlicher Chronologie der Geschichte der Situationistischen Internationale.

Sechs Tage der Selbstermächtigung – Der Streik bei Opel in Bochum Oktober 2004

autor: 
Jochen Gester, Willi Hajek
text: 

Jochen Gester hat zusammen mit Willi Hajek das Buch „Sechs Tage der Selbstermächtigung – Der Streik bei Opel in Bochum Oktober 2004? herausgegeben. „Im Oktober 2004 kam es in Bochum zu einem ungewöhnlichen Streik. Die Belegschaft des Opelwerkes verweigerte sich der angeblich alternativlosen Entwicklung des Arbeitsplatzabbaus und nahm die Vertretung der eigenen Interessen selbst in die Hand. Belegschaftsakteure und sympathisierende Autoren berichten über Vorgeschichte, Motive, Verlauf und Schwierigkeiten dieses sechstägigen Ausbruchversuchs.“

Sechs Monate Streik bei Gate Gourmet ...auf den Geschmack gekommen

autor: 
Flying Pickets Hg.
text: 

Herausgegeben von den Flying Pickets. August 2005 - London-Heathrow: Nach einem Konflikt beim Caterer Gate Gourmet bringt ein wilder Streik die internationale Luftfahrt durcheinander. Am Flughafen Düsseldorf streiken Gate-Gourmet-ArbeiterInnen von Oktober 2005 bis April 2006. Sie sind mit massivem Streikbruch durch Leiharbeit konfrontiert. Ihr Gegner, der Finanzinvestor Texas Pacific Group, fordert immer weitere Zugeständnisse. Die Gewerkschaft weiß nicht weiter, aber die Streikenden wollen nicht aufgeben. Gelegentlich gelingt es Gruppen von UnterstützerInnen, den Streikbruch mit Blockaden zu behindern. ArbeiterInnen finden Gefallen an den direkten Aktionen, und Linksradikale begeistern sich für den Klassenkampf. Aus dieser Begegnung ist das Buch entstanden.

Sabotage - ArbeiterInnen aus den USA erzählen

autor: 
Martin Sprouse
text: 

Martin Sprouse aus San Francisco hat seit Ende der 80er Jahre in der amerikanischen Tradition der oral history Interviews und Berichte von ArbeiterInnen aus den unterschiedlichsten Jobs und Schichten über Sabotage gesammelt. Daraus hat er 135 kurze Geschichten gemacht, in denen die ArbeiterInnen selbst erzählen: von ihrer Arbeit und von ihren eigenen Erfahrungen mit Sabotage. Martin hat den Begriff der Sabotage absichtlich weit gefaßt: »Alles, was du bei der Arbeit tust und eigentlich nicht tun sollst«.

Mit offenem Blick - Zur Geschichte der Roten Brigaden. Ein Gespräch mit Mario Scialoja

autor: 
Renato Curcio
text: 

Curcios noch im Gefängniss verfasste Autobiographie zur Entwicklung der italienischen Stadtguerilla.
Renato Curcio, geb. 1941, gehört als Gründungsmitglied zum »historischen Kern« der Roten Brigaden in Italien. Bis zu seiner Verhaftung 1976 galt er als der »theoretische Kopf« der Stadtguerilla. Die Roten Brigaden organisierten sich im Mailänder und Turiner Raum direkt über grosse Industriebetriebe wie Pirelli, Sit-Siemens oder Miafiori. Curcio leitete die Mailänder Kolonne der Roten Brigaden.

Mehr Zuckerbrot - weniger Peitsche

autor: 
Guillaume Paoli (Hrsg.)
text: 

Seit 1996 verbreiten die Glücklichen Arbeitslosen eine ketzerische Botschaft: Arbeit für alle werde es nie wieder geben, doch gerade dies sei eine historische Chance. Heute gäbe es bereits Menschen, die außerhalb der Erwerbssphäre ein durchaus glückliches Dasein gefunden hätten. Nicht Arbeitslosigkeit sei das Problem, sondern Geldlosigkeit und mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz. Darum plädieren die Glücklichen Arbeitslosen für eine angemessene, bedingungslose Entlohnung derjenigen, die auf die Mangelware Arbeit freiwillig verzichten. Voraussetzung dafür wäre freilich eine kulturelle Revolution, die sich gegen die alte Arbeitsmoral richten müßte, um die soziale Relevanz der Muße anzuerkennen.

Inhalt abgleichen