Rassismus / Antirassismus / Migration

Wilde Frauen, fremde Welten. Kolonisierungsgeschichten aus Amerika.

autor: 
Schülting, Sabine
text: 

Amazonen, Nymphen und Kannibalinnen, Figuren wie Pocahontas oder Maliche, "jungfräuliche" Länder und lüsterne fremde Frauen bevölkern die Berichte europäischer Amerikareisender der Frühen Neuzeit. In diesen Geschichten, die sich die "Alte Welt" über die "Neue" erzählt, erscheint die Kolonisierung als "naturhafte" Begegnung zwischen den Geschlechtern, zwischen männlichem Reisenden und feminisierter Fremde. Diese kulturwissenschaftliche Studie versteht sich weniger als eine archäologische Suche nach historischer Wahrheit denn als eine Lektüre der europäischen Geschichten über die "wilden Frauen" und "fremden Welten" im Spannungsfeld von Ökonomie und Politik, von Raum- und Körperkonzeptionen, von geschlechtlicher und kultureller Differenz.

Wie wird man fremd?

autor: 
jour fixe initiative berlin (Hg.)
text: 

Unter den Bedingungen eines hochentwickelten Kapitalismus in den Metropolen, zunehmender Zivilisationsverluste in den Peripherien und weltweiter Migrationsbewegungen zwischen Peripherien und Metropolen ist „Der Fremde“ bis zum Rand gefüllt mit Inhalten und Diskursen. Der Fremde wird zur Zielscheibe rassistischer und antisemitischer Projektionen. Wie wird man fremd? ist die Frage, die die AutorInnen unter Bezugnahme auf die Kritische Theorie, die Psychoanalyse und Theorien posstrukturalistischer Provenienz zu klären versuchen.

Weltmarkt für Arbeitskräfte

autor: 
Heft 97/98 PERIPHERIE
text: 

Die Globalisierung des Kapitals schreitet unaufhaltsam voran; die Globalisierung der Arbeitskraft dagegen hinkt ihr deutlich hinterher. Orthodoxe Wirtschaftstheorie wie auch neoliberale Wirtschaftspolitik haben selten nach den Ursachen dafür gefragt. Bezogen auf die Arbeitskraft dachte man zu allen Zeiten vorwiegend national-ökonomisch. Die Mutmaßung liegt nahe: So schrecklich dysfunktional und ungewollt, wie orthodoxe Wirtschaftstheorie und neoliberale Wirtschaftspolitik nahe legen, ist dieses Hinterherhinken gar nicht. Vor diesem Hintergrund werden in Heft 97/98 der PERIPHERIE Fragen der Migration und Flucht, der Arbeits- und Lebenssituation, der rechtlichen und sozialen Situation in den Zielländern, der Dynamik transnationaler sozialer Räume, der Formation und Veränderung kollektiver Identitäten diskutiert.

Uebersetzungen - Lebenskonstruktionen in der zweiten Generation chilenischer Flüchtlinge

autor: 
Katharina Kaudelka
text: 

Im September 1973 zerschlug in Chile eine Militärjunta unter der Führung von Augusto Pinochet die demokratisch gewählte Regierung der Unidad Popular mit Salvador Allende als Präsidenten. Viele ChilenInnen sind damals auf der Flucht vor der brutalen Repression nach Österreich ins Exil gekommen.
Das Buch thematisiert, wie sich die Kinder dieser Flüchtlinge, die in Österreich aufgewachsen sind und heute noch hier leben, mit diesem dunklen Kapitel Chiles, mit der von den Eltern erfahrenen Gewalt und deren Vertreibung auseinandersetzen. Auf der Grundlage ausführlicher biographischer Interviews beschreibt die Autorin Herausforderungen und Probleme, die für drei junge Erwachsene damit verbunden sind, wenn sie sich um die Übersetzung der Erfahrungen der Eltern und ihrer Bedeutung in den eigenen Lebenszusammenhang bemühen.
Zwei Dinge werden an den beschriebenen Prozessen des sozialen Erbes deutlich: Einerseits die nachhaltigen Wirkungen von politischer Gewalt, die hier am Beispiel der jüngeren Geschichte Chiles besprochen werden; und andererseits grundlegende Probleme, vor denen Angehörige der Zweiten Generation von MigrantInnen stehen. Ihre soziale und kulturelle Verortung kann nicht durch die Aneignung einer einfachen und einheitlichen Geschichte gelingen.

Rassismus in den USA - Historie und Analyse einer Rassenkonstruktion

autor: 
Oliver Demny
text: 

Oliver Demny - Autor von Die Wut des Panthers - versucht hier keine offizielle lineare Geschichtsschreibung zu liefern, sondern eine Geschichtsschreibung ‘von unten’ zu verknüpfen mit einer Alltags- und Sexualitätsgeschichte, die Brüche aufzeigt und die Wurzeln heutiger Auseinandersetzungen in den USA zwischen den ‚Rassen’ beleuchtet.

Rasse, Klasse, Nation

autor: 
Balibar, Etienne, u. Immanuel Wallerstein
text: 

Wann artikulieren sich Konflikte zwischen den Klassen rassistisch? Und sind hier noch andere als ökonomische Strukturen im Spiel? Was ist die Spezifik des gegenwärtigen Rassismus? Wie lässt sie sich mit der Klassenspaltung im Kapitalismus und den Widersprüchen des Nationalstaats verknüpfen? Inwiefern zwingt uns das Phänomen des Rassismus wiederum zu einem Überdenken des Nationalismus und der Klassenkämpfe? Diesen Fragen gehen Etienne Balibar und Immanuel Wallerstein in diesem Grundlagenwerk der Rassismustheorie nach. Sie belegen, dass die Konflikte zwischen den Klassen noch in andere als nur ökonomische Strukturen eingebunden sind; die Widersprüchlichkeit des Rassismus zeigt sich in der Formierung nationaler und ethnischer Identitäten ebenso wie in der zweideutigen Wirksamkeit herrschender Ideologien.

Papiere für Alle

autor: 
Cissé, Madjiguène
text: 

Die Bewegung der Sans Papiers in Frankreich

Ohne Aufenthaltstitel

autor: 
GAJ Wien Hg.
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Das Buch "Ohne Aufenthaltstitel" beschäftigt sich ausgehend vom Gedenkstein des bei seiner Abschiebung getöteten Marcus Omofuma, mit rassistischen Polizeiübergriffen in den letzten 10 Jahren sowie mit den gesellschaftlichen Bedingungen die diese erst möglich machen. Unser Wunsch ist, das Klima, in dem sie fast konsequenzenlos geschehen konnten, zu ändern. Zu einer Diskussion über Strategien und Möglichkeiten dieses Klima zu ändern, sowie zu den Konsequenzen repressiver und ausbeuterischer Asyl- und Migrationspolitik, haben wir MitautorInnen und InterviepartnerInnen, die jeden Tag gegen Rassismus kämpfen, eingeladen. Im Anschluss bitten wir zum Buffet.

Lichterketten und andere Irrlichter

autor: 
autonome 1upus - Gruppe (Hg.)
text: 

Texte gegen finstere Zeiten

Landschaften der Tat

autor: 
Ljubomir Bratic
text: 

Ende der Neunziger Jahre konstituierte sich in Österreich eine Szene um den Begriff des politischen Antirassismus herum. ähnliche Entwicklungen gab es - früher oder später - auch in anderen Europäischen ländern.
Dieses Buch zeigt die Transformationen auf und lässt AktivistInnen und TheoretikerInnen zu Wort kommen. Es knüpft an die konkrete antirassistische Arbeit an und eröffnet einen Raum für die weiterführende strategische und theoretische Reflexion.
Fragen nach Strategien, Aktivitäten, Methoden und möglichen Allianzen stehen im Vordergrund. Antworten auf diese Fragen liefern AutorInnen aus England, Frankreich, Deutschland, Italien und Österreich.

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