Feminismen / Queer / Gender Studies / Sexualität

Best of Susie Sexpert

autor: 
Susie Bright
text: 

Eine Zusammenstellung der besten (aktualisierten) Texte aus "Susie Sexperts Sexwelt für Lesben" und "Susie Sexperts liederliche Lesbenwelten", ergänzt um drei neue Beiträge.
"Best of Susie Sexpert" präsentiert das perlig-prickelnde Frühwerk der Susie Bright - faktenmäßig aktualisiert und ergänzt um einen Beitrag über Susies Einsatz als Sex-Beraterin für den Lesben-Kultfilm "Bound" sowie eine flammende Replik auf die Frage, mit welchem Recht sich Susie zur Expertin in Sachen Lesbensex aufschwingt ... Undogmatisch, persönlich, witzig. Typisch Susie Sexpert!

Been There and Back to Nowhere

autor: 
Ursula Biemann
text: 

Nowhere, ja nirgendwo schien ich tatsächlich zu sein, als ich nach 20 Jahren im Anderswo, vor allem Mexiko und New York, nach Zürich zurückkehrte. Um kulturelle Verschiebung geht es denn auch in «been there and back to nowhere», dieser farbigen, künstlerischen Dokumentensammlung. Dies nicht nur aus Gründen der persönlichen Horizonterweiterung, versteht sich, sondern als Überlebensstrategie minoritärer Frauen, die in besonders von Globalisierungsprozessen geprägte Zonen migrieren: grossstädtische Peripherien, Grenzgebiete, Freihandelszonen. Die unterschiedlichen Projekte, die das Buch dokumentiert, ergründen, wie weibliche Körper in den transnationalen Orten der globalen Ökonomie zirkulieren und welche Medienbilder von migrantischen Frauen gemacht werden. Mitunter sind es künstlerische Versuche, mit Migrantinnen kollaborative, visuelle Projekte zu realisieren. Soziale und politische Inhalte haben es jedoch immer noch schwer in der Kunst. Gleichzeitig innerhalb und ausserhalb des Kunstkontextes zu handeln, auf der Suche nach einer Sprache, die zwischen diesen Welten vermitteln kann, stellen für mich eine der hauptsächlichen Herausforderungen dar.

Auf sie war Verlaß. Frauen und Stasi

autor: 
Annette Maennel
text: 

Für die weiblichen IM war ihr Staat so etwas wie die Familie - sie fühlten sich für ihn verantwortlich, er machte sie wichtig, für ihn gingen sie auch in "operative Betten"...

Antisexismus reloaded

autor: 
re.ACTion
text: 

Antisexismus_reloaded bietet einen Ausweg aus dem Kreislauf üblicher Debatten zum Umgang mit sexualisierter Gewalt und zeigt einen emanzipatorischen Ansatz auf. Dieser Leitfaden richtet sich sowohl an Menschen, die sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben als auch an solche, die Erfahrungen im Umgang mit sexualisierter Gewalt gemacht haben. Anschaulich und zugleich fundiert werden die entscheidenden Punkte angesprochen, kontextualisiert und Vorschläge für einen reflektiertes Handeln dargestellt. Ein aktuelles Buch mit Grundlagen zu Definitionsmacht, Parteilichkeit, Veröffentlichung, Unterstützer_innengruppe, Umgang in Politgruppen, Täterumgang, etc. hat bislang gefehlt.

Ambivalenzen der Sichtbarkeit

autor: 
Johanna Schaffer
text: 

Mit dem Topos »Sichtbarkeit« greift dieses Buch eine Denkfigur auf, die in den politischen Debatten um die Anerkennung marginalisierter Gruppen eine zentrale Rolle spielt. Wie aber können minorisierte Positionen visuell dargestellt werden, ohne in der Form ihrer Darstellung Minorisierung zu wiederholen? An dieser Schnittstelle zwischen ästhetischen, antirassistischen und queer-feministischen Fragestellungen setzt das Buch mit Mitteln der Visual-Culture-Forschung an. Dabei arbeitet es heraus, dass und wie sich Hegemonie grundlegend über ästhetische Formen herstellt. Die Frage der Sichtbarkeit wird somit in das Feld der visuellen Ästhetik und der Bilder rückübersetzt, um deren politische Bedeutung zu unterstreichen. Zudem werden analytische Begriffe und Figuren als Instrumentarien gegen Minorisierungen im visuellen Feld bereitgestellt.

Possen des Performativen. Theater, Aktivismus und queere Politiken

autor: 
Gini Müller
text: 

Im Begriff der Posse begegnen einander Theater, Performance und Politik, nicht zuletzt als Spielräume emanzipatorischer Kämpfe gegen Körper- und Grenzregime. Poststrukturalistische, postdramatische und feministische Diskurse bilden die Basis für Gini Müllers Tour de Force durch eine vielfältige Welt von politischen Aktionsformen. Possen des Performativen verweisen dabei sowohl auf minoritäres (Theater-)Vermögen zur Artikulation von Widerstand wie auf subversive performative Strategien zur "Verqueerung" des normierenden Geschlechtertheaters. Die im Buch verhandelten Praxen reichen von globalisierungskritischen Auseinandersetzungen (Zapatistas, Tute Bianche, G8 Genua, Heiligendamm) über antirassistische Kämpfe (Sans Papiers, kein mensch ist illegal, kanak attak) zu feministischen und queeren Politiken (Riot Grrrls, Pink-Block, Transgender-Aktivismus).

Queer- | Feministische Kritiken neoliberaler Verhältnisse

autor: 
Melanie Groß / Gabriele Winker (Hg.)
text: 

Seit den 1990er Jahren ist die feministisch und queer-feministisch orientierte Wissenschaft in Deutschland stark mit ihren eigenen theoretischen Grundlagen beschäftigt. Es gab vielfältige Erkenntnisse sowohl aus komplexen theoretischen Debatten als auch aus akribischer empirischer Arbeit. Wie lassen sich mit diesen vorliegenden Erkenntnissen feministischer und queer-feministischer Wissenschaft neoliberale Entwicklungen verstehen, die mit Ungleichheiten, fehlender Anerkennung oder geringer gesellschaftlicher Teilhabe bestimmter Gruppen von Menschen einher gehen? Daran schließt sich die Frage an, welche queer-|feministischen Handlungsperspektiven sich aus diesem Verständnis entwickeln lassen.

Mit Beiträgen von
Stefanie Bentrup, Kathrin Englert, Kathrin Ganz, Dorothee Greve, Melanie Groß, Christiane Wehr und Gabriele Winker

Geschlecht und Widerstand post..| queer..| linksradikal..

autor: 
Melanie Groß
text: 

Gleichzeitig sind politische Gruppen aktiv, die durch ihre Orientierung am konkreten Handeln punktuelle Lösungen finden. Die Autorin zeigt auf, wie post-, queer- und linksradikal feministische Gruppen sich positionieren, um handlungsfähig zu bleiben. Die zwischen ihnen entstehenden Konflikte lassen sich als eine besondere Stärke politischer Bewegungen verstehen, durch die es möglich wird, unterschiedliche Ebenen gleichzeitig existierender Machtformen anzugreifen.


Queer-Theorien - Über ethische, politische und logische Dimensionen des plural- queeren Denkens

autor: 
Gudrun Perko
text: 

Gudrun Perko verdeutlicht, was Queer-Theorien sind und wie sie im deutschsprachigen Raum diskutiert werden. Dabei beschränkt sie sich nicht auf eine bloße Wiedergabe, sondern vertieft diese Theorien durch Überlegungen, welche Ethik, welches Politikverständnis und welche Denkschemata sie in sich bergen bzw. sich aus ihnen entwickeln lassen. Dabei forciert die Autorin die plural-queere Variante, der Queer als politisch-strategischer Oberbegriff für Menschen gilt, die der gesellschaftlichen Norm geschlechtlicher Identität nicht entsprechen (wollen). Mit dieser Variante richtet sie sich gegen Fremdbestimmungen, Kategorisierungen und Identitätspolitiken und betrachtet die Zeichen eines allgemeinen „Wir“ grundsätzlich mit Argwohn. In diesem Sinne geht es der Autorin um die Etablierung von Queer-Theorien als Gesellschaftstheorie, die sich gegen die Produktion von Strukturen der Ausgrenzung und die Mechanismen ihrer Produktion wendet, und sich für das Modell der Pluralität auf allen gesellschaftlichen Ebenen ausspricht.

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