Feminismen / Queer / Gender Studies / Sexualität

Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus

autor: 
Frigga Haug
text: 

Wäre es nicht zeitgemäßer, das Wort Geschlecht zu verwenden: Wörterbuch der Geschlechterverhältnisse? Da nicht mehr allgemein klar ist, was Feminismus meint und wen er etwas angeht, warum sollte man ihm noch historisch-kritisch nachspüren? In der allgemeinen politischen Lustlosigkeit wird es schwierig, sich für feministische Forderungen einzusetzen. Aber ist das nicht gerade ein ganz dringlicher Grund für ein historisch-kritisches Lexikon des Feminismus, das aufarbeitet, was historisch gefordert war und warum; das nachzeichnet, welche theoretischen und praktischen Kämpfe gefochten wurden und werden; das Frauen in die Geschichte von Theorie und politischer Praxis einschreibt; das gegen bestimmte Entwicklungen antritt, sich engagiert auch heute noch? In handlicher Form, in einem einzigen Band kann man sich sachkundig machen über die Geschichte der Bewegung, die der Frauenarbeit, der Frauenpolitik, feministischer Theorien, praktischer Fragen wie Frauenhäuser, Abtreibung, Bevölkerungspolitik, über die Karriere des Begriffs Geschlecht, über Geschlechterverhältnisse historisch und aktuell, über Frauenarmut, Hausarbeitsdebatte, über häusliche Produktionsweise bis hin zu aktuellen und neuartigen begriffspolitischen Interventionen wie Gender-Mainstreaming usw.

Hilfe! Mein Sohn wird ein Macker

autor: 
Leyrer, Katha
text: 

"Hilfe! Mein Sohn wird ein Macker!" - Aufschrei mancher Mutter, die alles anders machen wollte. Doch was hat sich geändert in der Mädchen- und Jungenerziehung? Was läßt sich über bewußtes Erziehen überhaupt erreichen? Und: Was macht aus netten Babys Männer & Macker?

Hardcore vom Herzen

autor: 
Annie Sprinkle
text: 

Annie Sprinkle, Sexarbeiterin und Performance-Künstlerin, unterminiert die Konventionen, auch die der Pornoindustrie: Sie fordert die Präsentation ihres eigenen Körpers zurück. In ihren Shows geht es um Sex, Prostitution und sexuelle Grenzüberschreitungen. Sie stellt die sexuellen Identitäten in Frage, streitet sich mit dem Feminismus und provoziert das Publikum.
Annie Sprinkle ist die wohl bekannteste Vertreterin von Performance-Künstlerinnen der ersten Stunde, die Sex und den Grenzbereich zur Pornographie in den Mittelpunkt ihrer Arbeit rücken. Die Gesellschaft braucht Träumer, genau wie die Individuen träumen, um nicht verrückt zu werden - Annie Sprinkle lädt uns ein, an ihren Träumen teilzuhaben und unsere eigenen Träume und Phantasien zu erforschen. In diesem Band sind Annie Sprinkles Texte rund um Sex und Porno versammelt, Interviews mit ihr und Texte ihrer Shows.

Gene, Frauen und Millionen

autor: 
Anita Fetz
text: 

Diskussionsbeitrag zu Gen- und Fortpflanzungstechnologien

Gender und Arbeit

autor: 
FAUMAT (Hg.)
text: 

Geschlechterverhältnisse im Kapitalismus

Die Entstehungsgeschichte von Geschlechterverhältnissen ist eng mit der kapitalistischen Produktionsweise verbunden, sowie mit konservativen Diskursen und Strömungen, staatlichen Regulationsweisen, Machtverhältnissen und Wissenschaften, welche versuchen Männer- und/oder Frauenbilder und die geschlechtliche Arbeitsteilung als naturgegeben und unveränderbar darzustellen. Die Folge davon ist ein hierarchisches Geschlechterverhältnis. Um diese Macht- und Herrschaftsverhältnisse zu kritisieren, haben sich neben einer ArbeiterInnenbewegung auch feministische Bewegungen begründet. Diese versuchen entlang der Themenfelder Arbeit, Sexualität und Sozialisation gesellschaftliche Verhältnisse zu analysieren und zu verändern. Der Anarchosyndikalismus ist der Versuch die Macht und die Gewalt des kapitalistischen Systems dort anzugreifen, wo es am meisten weh tut: in den Produktionssphären, d.h. in den Betrieben, aber auch in den Reproduktionssphären, d.h. in den Schulen, Kindergärten und auch in den Familien. Deshalb setzen sich auch die Beiträge dieses Buches mit folgenden Fragen auseinander: Wie konnten sich geschlechtshierarchische Arbeitsteilungen durchsetzen, wie werden überhaupt Geschlechterrollen, also binäre Beziehungen zwischen ‚Männern' und ‚Frauen' konstruiert, weshalb werden sie konstruiert und warum braucht der Kapitalismus überhaupt Geschlechterverhältnisse, sowie welche Möglichkeiten gibt es, diese Verhältnisse zu dekonstruieren?

GEHEIMSACHE:LEBEN - SCHWULEN UND LESBEN IM WIEN DES 20. JAHRHUNDERTS

autor: 
Katalog Zur Ausstellung
text: 

Ein lesbisches oder schwules Leben am Anfang des 20. Jahrhunderts in Österreich bedeutete lebenslanges Schweigen über die eigene Sexualität, in vielen Fällen auch über die Liebe. Staat und Gesellschaft zwangen Homosexuelle entweder ins soziale Abseits oder "into the closet", das Geheimhalten des eigenen Liebeslebens.
Der Rechtsstaat verbrachte diese Menschen in den Kerker, die Psychiatrie und das Operationszimmer, der NS-Staat auch in die Lager und in den Tod. Die Gesellschaft trieb sie in die Isolation, die Verzweiflung und den Selbstmord. Bis heute glauben zahlreiche Lesben und Schwule, ihre sexuelle Orientierung, ihre Lebenspartner/innen, ihre Freunde, geheim halten zu müssen. Die Ablehnung ihrer Existenz durch den Staat, also durch das Strafgesetz, die rechtliche Diskriminierung im Zivilgesetz sowie das nur halbherzige Eingestehen des staatlichen Fehlverhaltens durch den widersprüchlichen Opferstatus, prägt sie, aber auch die Ablehnung durch Teile der Gesellschaft, nach wie vor. Vor 100 Jahren wäre diese Ausstellung ebenso unvorstellbar gewesen wie noch in den 1970-er Jahren.

Frauenbewegung um 1900

autor: 
Natascha Vittorelli
text: 


Die Geschichte der Frauenbewegung gilt als ein klassischer Themenbereich historischer Frauenforschung. Das anhaltende Interesse an einer "feministischen Vergangenheit‹"hat mitunter allerdings zu standardisierten Versionen historischer Erzählungen geführt. Der vorliegende Band versucht "das gesicherte Terrain" der Frauenbewegungsgeschichtsschreibung "unvertraut zu machen" (Joan W. Scott), indem einschlägige Themen, Fragestellungen und Begrifflichkeiten mit konkreten Rekonstruktionen aus der Frauenbewegungsgeschichte der Habsburgermonarchie konfrontiert werden. Anhand der Person Zofka Kveders (1878-1926) befasst sich die Studie mit Konstruktionsprozessen, die in den letzten einhundert Jahren eine "etwas ungewöhnliche Gestalt" (Geneviève Fraisse) regionaler Frauenbewegung hervorgebracht haben. Am Beispiel der Triester Frauenzeitschrift "Slovenka" ("Slowenin") werden Bedeutungen und Implikationen des Motivs von der Ersten slowenischen Frauenzeitschrift untersucht. Es folgen Annäherungen an teils strittige Bezüge zwischen Frauenbewegung und Frauenwohltätigkeit, zwischen Frauenbewegung und Männern sowie zwischen Frauenbewegung und Frauenhandarbeit. Und schließlich wird am Beispiel der Stadt Zagreb danach gefragt, was es historisch wie historiographisch bedarf, um von Frauenbewegung um 1900 sprechen zu können.

Frauen in der spanischen Revolution

autor: 
Krasser / Schmück (Hg.)
text: 

1984 in der Reihe "anarchistische texte" des Libertad-Verlags erschienen, stellt diese Buch eine wertvolle Sammlung von Texten zum Verhältnis zwischen spanischem Anarchosyndikalismus und der Frauenemanzipation dar. Ergänzt wird der Textteil durch einen umfangreichen Anhang, der u.a. ein Interview mit Clara Thalmann oder Beiträge der Mujeres Libres und von Emma Goldman enthält. Ein Lesetipp für alle, die sich mit dem spanischen Bürgerkrieg auseinandersetzen wollen!

Inhalt abgleichen