Feminismen / Queer / Gender Studies / Sexualität

Schönere Hüte – Frauen zwischen Feminismus

autor: 
Birgit Schmidt
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Schönere Hüte - das wurde der Titel des vorliegenden Buches, weil es ein Hut war, der einige Jahre zuvor Clara Lemlich zur Rebellion getrieben hatte. - Die New Yorker Textilarbeiterin wußte nicht, wo sie während der Arbeitszeit ihren Hut lassen sollte, ohne daß er ramponiert werden würde. - Clara Lemlich rief zum Streik auf, der als große Revolte der Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter in die US-amerikanische Geschichte eingehen sollte.
Die gleichfalls an diesen Kämpfen beteiligten Frauen Rose Pesotta und Elizabeth Gurley Flynn waren Anarchosyndikalistinnen. Mollie Steimer, aus der Ukraine in die USA immigriert, forderte die Regierung der Vereinigten Staaten als Anarchistin heraus; sie wurde zu einer fünfzehnjährigen Haftstrafe verurteilt und dann in die UdSSR ausgewiesen

Revolte der Frauen. Porträts aus 200 Jahren Emanzipation.

autor: 
Hilde Schmölzer
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Die bekannte Autorin Hilde Schmölzer versammelt in ihrem eben erschienen Buch eine Auswahl von Frauen, die in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Österreich ihren Wirkungskreis hatten. Zusätzlich zu den Porträts schildert sie in einzelnen Kapiteln die Zeitumstände und bringt dabei noch etliche andere Frauen ins Spiel.

Outside - Die Politik queerer Räume

autor: 
Matthias Haase, Marc Siegel, Michaela Wünsch (Hg.)
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Outside: Die Politik queerer Räume versammelt, zum ersten Mal in deutscher Übersetzung, klassische und jüngere Texte der angloamerikanischen Debatte über den komplexen Zusammenhang zwischen sexueller Identität und räumlicher Verortung. Der Band macht so einen Theoriestrang für die deutschsprachige Diskussion zugänglich, der in der Queer Theory Rezeption bisher kaum Aufmerksamkeit erfahren hat und eine Alternative zu dem gegenwärtigen Trend bietet, queere Politik ausschließlich als eine Politik der Destabilisierung zu begreifen. Während in den hiesigen Debatten über die Möglichkeit einer anti-identitären sexuellen Politik zumeist die Begriffe der performativen Subversion und der Geschlechterparodie und im Zentrum stehen, widmen sich die hier ausgewählten Texte der eigentümlichen Realität queerer Räume.

Nicht allein - Unterstützung von Betroffenen sexueller Gewalt

autor: 
Christine Striebel
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Die Ratschläge in diesem Buch kommen von Frauen, die sexuelle Gewalt in der Kindheit erlebt bzw. überlebt haben. Ausgehend von der eigenen Erfahrung und Gesprächen mit Klientinnen zeigt die Therapeutin Christine Striebel, wie Überlebende ihre Situation besser verstehen, sie annehmen und sich auf den Weg der Heilung begeben – und wie FreundInnen und Familie sie dabei unterstützen können. Gemeinsam mit anderen "Weggefährtinnen" vermittelt sie Missbrauchsüberlebenden u.a. Möglichkeiten des Umgangs mit Flashbacks, Panikattacken, Sucht, Schlafstörungen, Scham und Selbstverletzung. Schwerpunkt dieses Ratgebers ist die Selbsthilfe. Er enthält einen umfangreichen Literatur- und Adressteil für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

New Feminism

autor: 
Marina Grzinic, Rosa Reitsamer (Hg.)
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In dieser Anthologie untersuchen die in verschiedenen Teilen der Welt lebenden Autorinnen die gegenwärtige Situation des Feminismus. Der Begriff "New Feminism" versucht die allzu einfache Kontinuität der Frauenbewegung aufzubrechen und diese zu revitalisieren, indem aus unterschiedlichen Perspektiven und Blickwinkeln neuen Handlungsmöglichkeiten sichtbar gemacht und diskutiert werden. Mit der Beifügung "neu" sollen die Auswirkungen der Prekarisierung, der Migration und der Ausbeutung post-kommunistischer Länder und Länder des Südens thematisiert werden, die zu einem neuen Typus der Ungleichheit führen zwischen jenen, die innerhalb des "neuen Europas" leben, und jenen, die außerhalb beheimatet sind.

Lebenslänglich! - Überlebende von Vergewaltigung schreien auf

autor: 
Sabine Marya und Lina
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ein Gemeinschaftsprojekt von Sabine Marya und Lina, einer Überlebenden von Vergewaltigung. Die Einnahmen für dieses Buchprojekt fließen in das "Bittere-Tränen-Projekt"

Jüdische Frauen in Wien 1816-1938

autor: 
Elisabeth Malleier
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Das besondere Interesse gilt der Selbstorganisation jüdischer Frauen in Vereinen und den Arbeits- und Lebensbedingungen armer jüdischer Frauen und Mädchen. Die Untersuchung steht zum einen im Kontext der österreichischen Frauengeschichte, zum anderen in jenem der Geschichte der Wiener jüdischen Gemeinde. Themen sind Kernfragen wie z. B. Kinderarbeit aber auch das Phänomen Antisemitismus im schulischen Umfeld. Aus dem Thema der Arbeitsbedingungen für Arbeiterinnen ergibt sich z. B. die Frage nach Frauenfeindlichkeit in der Berufswelt; schließlich wird auch die ideologische Differenz zwischen der Welt der jüdischen Arbeiterinnen und jener der bürgerlichen Frauenbewegung thematisiert, wo gerade der Frau die Verantwortung für das Wahren religiöser Traditionen zukam. Dies ist vor allem die Geschichte der assimilierten jüdischen Frauen in Wien und damit auch ein Beitrag zur Frage nach der jüdischen Identität. Damit ist jene "deutsch-jüdische Ethnizität" angesprochen, wie es einige Forscher genannt haben. Gemeint ist die Integration deutscher und jüdischer Elemente, aus denen ein Drittes entstanden ist.

Jenseits der Geschlechtergrenzen

autor: 
Ulf Heidel · Stefan Micheler · Elisabeth Tuider
text: 

Die hier zwischen zwei Buchdeckeln vereinten und für die Veröffentlichung überarbeiteten Vorträge der Reihe "Jenseits der Geschlechtergrenzen" (Universität Hamburg) dokumentieren, worum es dem Ansatz einer queeren Wissenschaft geht: Sie reflektieren Ein- und Ausgrenzungen in der Geschichte, behandeln Themenkomplexe wie "Körper und Medizin", "Bilderwelten - Textbilder", "Identitäten und Bewegungen" und denken nach über eine neue "Sexualitäten-Politik". Der Begriff Homosexualität entstand, um das Abweichende klar und eindeutig zu definieren. Er trägt, so wird heute kritisiert, also dazu bei, die herrschende Geschlechterordnung aufrecht zu erhalten. Der Begriff "Queer" entwickelte sich dagegen, um diese Ordnung in Frage zu stellen, fließenden Übergänge und das nicht eindeutig Fassbare anzuerkennen und den Blick auch für bisexuelle und transidentische Wirklichkeiten zu öffnen. Die Vortragsreihe "Homosexualität in Kultur und Wissenschaft" an der Universität Hamburg wurde somit umbenannt in "Jenseits der Geschlechtergrenzen".

Hot Topic

autor: 
Sonja Eismann (Hg.)
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Frauen porträtieren ihre Lebensrealitäten zwischen Abtreibung, Indie-Mutterschaft, Prekariats-Boheme, queerem Coming-of-Age, Schönheitsterror und Exotinnendasein im Musik- und Medienbusiness.
Seit der konservative Backlash offen in Form von neuem Gebärzwang und alten Hausmütterchen-Doktrinen zutage tritt, besinnt sich sogar der Mainstream wieder auf die Notwendigkeit des Feminismus. Dabei wird gerne übersehen, dass es abseits des gemäßigten Feuilleton-Bekenntnisses zur Geschlechtergleichheit eine Menge junger Frauen gibt, die sich den radikalen »Luxus« eines feministischen Bewusstseins leisten und diesen in verschiedensten Formen leben.
In Anlehnung an die Vielzahl anglo-amerikanischer Textsammlungen, die hierzulande immer noch ihresgleichen suchen, destilliert dieser anekdotisch angelegte Reader die gesellschaftspolitische Aussage aus dem privaten Erleben und knüpft damit dort an, wo vor beinahe zehn Jahren der bis jetzt einzigartig gebliebene Band »Lips Tits Hits Power« aufgehört hatte.

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