Belletristik

Zeitgenössisches Potpourri

autor: 
Editionskollektiv Mezzanin
text: 

Wo bitte gehts zu Gott?, fragte das kleine Ferkel: Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen

autor: 
Michael Schmidt-Salomon / Helge Nyncke
text: 

Das kleine Ferkel und der kleine Igel hatten immer geglaubt, es könnte ihnen gar nicht besser gehen. Doch dann
entdeckten sie ein Plakat, auf dem geschrieben stand: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!“ Also machten
sie sich auf den Weg, um Gott zu suchen…

Wir wollen Alles!

autor: 
Balestrini, Nanni
text: 

Der Roman »Wir wollen alles« erzählt die Geschichte eines jungen italienischen Arbeiters aus dem Süden, der in den sechziger Jahren in den Norden geht, um zu arbeiten. Die Arbeit in den Turiner Fabriken kotzt ihn an, genauso wie die Maloche in den Klitschen seines Heimatdorfes. Er fängt überall Krach an, schmeißt einen Job nach dem anderen. Schließlich landet er bei FIAT. Hier tritt er in Kontakt zu linken Arbeiter- und Studentengruppen, die Treffen veranstalten, Flugblätter verteilen und Streiks unabhängig von der Gewerkschaft organisieren. FIAT wird 1969 zum Zentrum des Arbeiterwiderstandes gegen die Arbeit.
Der Roman von Nanni Balestrini wurde mitten in einem Kampfzyklus geschrieben, zwischen dem »heißen Herbst« und der Fabrikbesetzung bei FIAT. Mit ihm hat er den Kämpfen der italienischen Massenarbeiter ein literarisches Denkmal gesetzt.

West Belfast

autor: 
Danny Morrison
text: 

Es sind die Tage, in denen die ‘troubles’ in Nordirland begannen – eine Zeit der politischen Weichenstellungen und persönlichen Entscheidungen…
Morrison erzählt die Geschichte einer typischen katholischen Familie in Belfast und von den Auswirkungen des beginnenden Krieges.

Unpolitische Erinnerungen

autor: 
Erich Mühsam
text: 

Erich Mühsams Unpolitische Erinnerungen, die als Feuilletonserie erstmalig 1927-1929 in der Berliner Vossischen Zeitung erschienen, sind ein Panorama des literarischen Lebens während der vorigen Jahrhundertwende. In Anspielung auf Thomas Manns Betrachtungen eines Unpolitischen handelt es sich hier um unpolitische Erinnerungen eines Politischen. Mühsam, selbst der »Prototyp des Caféhausliteraten«, zeichnet mit liebevoller Ironie und freundschaftlicher Zuneigung ein Bild der Boheme als »Brutstätte« kultureller Innovation.

Tijuana Blues

autor: 
Gabriel Trujillo Muñoz
text: 

Miguel Ángel Morgado treibt sich im Vorhof der Hölle herum: im Norden Mexikos, in Baja California, wo die Erste auf die Dritte Welt prallt. Wo auf beiden Seiten der Grenze die Korruption blüht, wo die Geheimdienste ihre schmutzigen Spiele spielen, wo nackte Gewalt herrscht. Und wo die Beatniks einst glaubten, ihr gelobtes Land gefunden zu haben. Morgado, der eigentlich Anwalt für Menschenrechte ist, kann das Chaos nicht aufräumen, aber hin und wieder für ein bisschen Gerechtigkeit sorgen, die mit Legalität nicht unbedingt zu tun haben muss. Gabriel Trujillo Muñoz definiert die mexikanische Kriminalliteratur inmitten von Hitze, Staub und grandioser Landschaft neu: farbenfroh, kräftig und mit neuem Blick auf eine heiße Region, die mehr ist als nur eine Grenze zwischen zwei Staaten.

Stellungskrieg

autor: 
Stewart Home
text: 

Provokateur oder Humorist - oder beides? Stewart Home mutet uns nach "Purer Wahnsinn" erneut eine Geschichte zu, die zwar auf der ausgeprägten englischen Klassengesellschaft und der Londoner Psycho-Geographie fußt, sonst aber keinerlei moralphilosophischen Beschränkungen unterliegt. Im Gegenteil: Hohe Ideen gerieren sich, wenn überhaupt, als Produkte sexueller Belästigung!

Schnee auf schroffen Bergen

autor: 
Suzan Samanci
text: 

Authentische literarische Impressionen aus dem Zentrum Kurdistans.
In einer bilderreichen und kunstvollen Sprache beschreibt Suzan Samançi das Leben der kurdischen Menschen, ihre Naturverbundenheit, ihre Feste und liebevollen Erinnerungen, aber auch den alltäglichen Terror und die permanente Angst. Als Zeitzeugin, die nach wie vor in Diyabakir – dem politischen Zentrum Kurdistans – wohnt, gelingt es ihr, ein aktuelles und realistisches Bild vom Alltag in der seit Jahrhunderten unterdrückten Region zu zeichnen.

McKinsey kommt

autor: 
Rolf Hochhuth
text: 

Über vier Millionen Arbeitslose in Deutschland. Das ist ein Skandal. Und Rolf Hochhuth gehört nicht zu denen, die wegschauen. Bankvorstände, die zweistellige Millionengehälter einstreichen, Milliardengewinne erzielen und Tausende auf die Straße setzen, sind ihm ein Greuel. Und das sagt er auch. Den Mächtigen, die seine Kritik trifft, ist das sehr peinlich - und ihren feinsinnigen Freunden in der Kulturindustrie natürlich erst recht.

Mann ist Mann

autor: 
Bert Brecht
text: 

»Der Packer Galy Gay in Kilkoa geht aus, einen Fisch zu kaufen, und gerät unter die Soldaten einer englischen Maschinengewehr­abteilung, die ihren vierten Mann beim Einbruch in eine Pagode verloren haben. Sie verwandeln ihn, damit nichts bemerkt wird, in diesen vierten Mann. Galy Gay wird Jeraiah Jip. Erst nennt er sich so, zuletzt ist er es. Wer am Morgen als beschauliches Individuum auszog, marschiert am Abend als Nummer unter Tausenden, als Kollektivbegriff, als Soldat nach Tibet. Mann ist Mann. Damit es so weit kommt, wird er wie eine Maschine, wie ein Auto abmontiert und neu aufmontiert. Diese Montage findet in sechs Nummern statt. Draußen bricht die Armee auf. Die Zeit drängt. Drinnen in der Kantine bauen die Soldaten einen lebendigen Mann um.« Herbert Ihering

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