Anarchismus / Anarchosyndikalismus

Neuer Anarchismus in den USA - Seattle und die Folgen

autor: 
Gabriel Kuhn
text: 

Die Proteste gegen das Treffen der Welthandelsorganisation in Seattle 1999 übten wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung gegenwärtiger US-amerikanischer Widerstandskultur aus. Ein bemerkenswerter Aspekt dieser Entwicklung ist das Wiedererstarken einer anarchistischen Bewegung, die heute zu einem großen Teil die politische Dissidenz des Landes definiert. Der vorliegende Band präsentiert diese Bewegung anhand neunzehn individuell eingeleiteter und kommentierter Texte. Die Texte verbinden die Präsentation einflussreicher AutorInnen (Lorenzo Komboa Ervin, David Graeber, John Zerzan, Starhawk, Ward Churchill), Kollektive (CrimethInc., NEFAC, ALF/ELF) und Konzepte (Black Anarchism, Primitivismus, post-linke Anarchie, Postanarchismus, Freeganism) mit Darstellungen anarchistischer Alltagskultur (Evasion, Sascha Scatters Nachruf auf Brad Will) sowie Diskussionen um die Renaissance des Schwarzen Blocks (ACME-Kollektiv), Machoattitüden innerhalb der anarchistischen Szene (Rock-Bloc-Kollektiv), Segregationsprobleme sozialer Bewegungen (Elizabeth Martinez) und anarchistische Ökonomie (Michael Albert). Ein allgemeiner Einführungstext zur Geschichte des Anarchismus in den USA eröffnet den Band.

Hau ab, Mensch!

autor: 
Xose Tarrio
text: 

Hau Ab Mensch wurde von Xosé Tarrio in verschiedenen Isolationstrakten des spanischen FIES-Systems geschrieben, herausgeschmuggelt und veröffentlicht im Jahre 1996.
Xosé Tarrio war ein spanischer Anarchist, der am 2.1.2005 im Gefängnis gestorben ist, da ihm trotz schwerster Krankheit eine angemessene medizinische Versorgung vesagt worden ist.

"Die Leute wissen es nicht, die Leute haben keine Ahnung, was FIES ist und das gefoltert wird und das all das illegal ist. Und ich sagte:" Ja, all das existiert, und dies sagt euch nicht die Mutter eines Gefangenen, denn wir haben Briefe vieler Gefangener, die unterschrieben sind und die ihr euch ansehen könnt ..." (Pastora González)

"Das Buch "Huye, hombre, huye" (dt. Hau Ab Mensch) öffnete vielen Personen und Kollektiven auf der iberischen Halbinsel die Augen. Niemand konnte oder wollte glauben, dass im "postfranquistischen" Spanien des sogenannten "demokratischen Übergangs" (Transición) die Folter, die das totalitäre System von Generalisimo Francisco Franco traurig berühmt gemacht hatte, andauerte. Was viele nicht wahrhaben oder verstehen wollten, war, dass eine Diktatur nicht am Ende ist, weil ihr herausragendster Kopf stirbt. Die Diktatur ist ein System, in dem die Institutionen (speziell die repressiven) von straffen Parteigängern desselben geführt werden." (Gabriel Pombo, anarchistischer Gefangener, Aachen 2007)

Eine Rezension: http://de.indymedia.org/2008/03/211998.shtml

Text ausgeliehen von: http://www.fau-aachen.net

Antiautoritäre Pädagogik

autor: 
Thomas Schroedter
text: 

Der Begriff «Antiautoritäre Erziehung» leidet heute v.a. in der Wissenschaft unter einer kenntnisarmen «Verteufelung». Daher besteht nachhaltiges Interesse an einer überschaubaren und zugleich fundierten Darstellung antiautoritärer Theorie und Praxis. Dem trägt der neue Band der Reihe «theorie.org» ausführlich Rechnung.
Vorgestellt werden die wesentlichen Merkmale antiautoritärer Pädagogik, ihre Theoretiker und die Institutionen, in denen Ansätze einer solchen Pädagogik verfolgt wurden und werden. Die Beispiele einer solchen Pädagogik und ihrer Geschichte, die sich aus dieser Darstellung ergeben, sollen die Aktualität antiautoritärer Pädagogik herleiten. Insbesondere die Antworten konservativer Pädagogik auf die Fragen von gewalttätigen Schülerinnen und Schülern werden problematisiert und mit einer herrschaftskritischen Analyse konfrontiert.
Dabei wird die antiautoritäre Pädagogik nicht auf die theoretischen Ansätze und Praxen beschränkt, die sich diesen Titel gaben, wie die Kinderladenbewegung in den späten sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Vielmehr werden Vorläufer und pädagogische Ansätze ebenso beachtet wie die politischen Strömungen Marxistisch/Freudscher und anarchistischer anarchosyndikalistischer Ausprägung, die herrschaftskritische pädagogische Konzepte und Praxen entwickelten, sowie die bürgerliche Reformpädagogik.

LEBEN - IDEEN - KAMPF - Louise Michel und die Pariser Kommune von 1871

autor: 
Hrsg. Bernd Kramer
text: 

INHALT

Bernd Kramer: Einleitung
Anonym: Ein Gespräch mit Louise Michel – 1883
Renate Sami / Édith Thomas: Louise Michel – Ihr Leben – Ihr Kampf – Ihre Ideen
Louise Michel: "...auf ihr, die ihr die Ketten des Elends tragt..."
Anonym: Der doppelte Kampf der Frauen
Marian Leighton: Frauen in der Pariser Kommune von 1871
Louise Michel: Das Schiff
Louise Michel: Warum ich Anarchistin wurde
Bildgalerie
Bernd Kramer: Rimbaud tobt sich mit Tinte und Feder auf Papieren aus
Arthur Rimbaud: Was macht uns das, mein Herz
Arthur Rimbaud: Pariser Kriegsgesang
Victor Hugo: Viro Major – An Louise Michel
Paul Verlaine: Ballade zu Ehren Louise Michels
Eugène Pottier: Die Internationale
Paul Werner: Die erste proletarische Diktatur
Boris Ponomarjow: Das revolutionäre Erbe der Pariser Kommune und die Gegenwart
Anonym: Es lebe der Sieg der Diktatur des Proletariats!
Textnachweise
Bildnachweise
Übersetzungen
Namensverzeichnis

Anarchisten als Pädagogen

autor: 
Ulrich Klemm
text: 

Profile libertärer Pädagogik Die Frage nach Pädagogik gehört zu einem zentralen Bereich libertärer Gesellschaftskritik und Innovation. Vor diesem Hintergrund will der Band biographie- und ideengeschichtlich einen Überblick über diese bis heute von der etablierten Pädagogik und Erziehungswissenschaft weitgehend vergessenen antiautoritären Tradition geben. Mit ihren pädagogischen Ansichten werden William Godwin, Leo N. Tolstoi, Michael Bakunin, Francisco Ferrer, Ernst Friedrich, Walter Borgius, Herbert Read und Paul Goodman dargestellt. Paperback, 118 Seiten


Der Anarchismus - Ursprung, Ideal und Philosophie

autor: 
Peter Kropotkin
text: 

Eine ausführliche Darstellung der Geschichte des anarchistischen Denkens. Kropotkin beschäftigt sich mit Stirner, Proudhon und Bakunin, mit anarchistischen Prinzipien, den Ideen der sozialistischen Internationalen, den autoritären Kommunisten, den Saint-Simeonisten, der Kommune sowie der Bedeutung des Individuums.


Anarchie! Idee – Geschichte – Perspektiven

autor: 
Horst Stowasser
text: 

»... perfekt ist die Gesellschaft, die Ordnung mit Anarchie verbindet.« Pierre-Joseph Proudhon

Bunt, bizarr und widersprüchlich, verführerisch für die einen, Inbegriff des Bösen für die anderen, zieht sich die Idee der Anarchie durch die Geschichte der Menschheit. Ist sie ein weltfremder Traum oder ein noch zu realisierender Entwurf? Das Buch berichtet von Versuchen, diese Vision zu verwirklichen. Eine informative und kurzweilig geschriebene Einführung in Ideenwelt und Geschichte des Anarchismus, die neue Impulse gibt.

Anarchie, ein Wort, das von jeher Schrecken ausgelöst hat, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als faszinierende Wundertüte. Sie will das »brutale« Chaos der heutigen Gesellschaft durch das »sanfte« Chaos vernetzter horizontaler Strukturen ersetzen, in der die Herrschaft des Menschen über sich und die Natur überflüssig wird.

Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen lassen das Interesse an sozialen Entwürfen wieder wachsen, die bisher im Schatten standen. Horst Stowasser stellt die bestechendste Utopie vor: den Anarchismus.

Verständlich geschrieben und umfassend angelegt, ist dieses Buch ein Standardwerk. Neben einer kritischen Einführung in die freiheitliche Ideenwelt macht der Autor eine Reise durch die reiche Geschichte anarchistischer Experimente.

Aus dem Inhalt: Kritik am Staat / Kritik am Kommunismus / Kritik am Patriarchat / Small is beautiful / Radikale Ökologie / Parteien, Räte, Selbstverwaltung / Eigentum ist Diebstahl / Gegenseitige Hilfe / Hoch das Dynamit / Anarchosyndikalismus / Der kurze Sommer der Anarchie – Revolution in Spanien / Mai 68 / Anarchismus heute – von der Organisation zum Wurzelwerk

Geschichte der Machno-Bewegung (1918-1921)

autor: 
Peter A. Arschinoff
text: 

Zwischen 1917 und 1922 organisierte sich während der Russischen Revolution eine eigenständige autonome Volksbewegung in der Ukraine – die Machnowstschina. Ihr gelang es, trotz ständiger Angriffe von Seiten der konterrevolutionären Generäle Denikin und Wrangel unter der Führung von Nestor Machno ein Gemeinwesen aufzubauen, das vier Jahre lang ohne Parteien, Ausbeutung und Unterdrückung funktionierte, bis die Rote Armee unter Trotzki die freien Kommunen und Agrarkollektive niederschlug.
Sprachlich leicht überarbeiteter Nachdruck des Originals von 1923.

Gegen das Vergessen - Sozialrevolutionärer Widerstand und Verweigerung in Deutschland - Eine radikales Geschichtsbuch

autor: 
GdV-Team der radikal
text: 

Gegen das Vergessen erschien als 11-teilige Geschichtsserie in der linksradikalen Zeitschrift radikal, mit dem Anspruch, den historischen Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse umfassend darzustellen und ihn so vor dem Vergessen zu bewahren.
Von den Anfängen der Arbeiterbewegung über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus bis hin zu den oppositionellen Bestrebungen in der DDR wird die deutsche Gegengeschichte in den ersten 8 Teilen aus linksradikalem Blickwinkel beleuchtet und analysiert. Die letzten drei Kapitel hingegen zeichnen die Geschichte des Patriarchats und des Frauenwiderstandes vom Mittelalter bis in die Neuzeit nach.
Aufgrund der Parteilichkeit der AutorInnen und der angenehm unwissenschaftlichen Sprache ist Gegen das Vergesssen ein Buch, das wieder Spaß an Geschichte zu wecken vermag, gerade auch bei der jüngeren Leserschaft.

Die libertäre Revolution - Die Anarchisten im spanischen Bürgerkrieg

autor: 
Heleno Saña
text: 

Die spanische Revolution war mehr als ein »kurzer Sommer der Anarchie«. Sie währte wie der Krieg selbst nahezu drei Jahre. Der enthusiastische Kampf der spanischen Arbeiter und Bauern ging unmittelbar daran, eine selbstverwaltete Gesellschaft zu schaffen. Dabei wurden sie von allen Mächten der alten Welt bedroht und verraten, ob diese nun in London, Berlin, Moskau, Paris oder Rom residierten. Alle Regierungen zogen demoralisierte Untertanen vor, keine war gewillt, eine selbstbewußte, nicht kontrollierbare Bewegung der arbeitenden Menschen hinzunehmen.
Heleno Saña schildert diese soziale Revolution als einen bedeutenden Versuch, der Welt ein neues menschliches Gesicht zu geben, während in Europa die Zeit der Lager, des Staatsterrors und der wirtschaftlichen Verelendung begonnen hatte. Leidenschaftlich und engagiert wendet sich Saña gegen die entstellenden Legenden, die die sozialrevolutionäre Alternative vergessen machen wollen. Insbesondere setzt er sich mit der Kommunistischen Partei auseinander, die den Befehlen der stalinistischen Bürokratie folgte und zugunsten des »russischen Modells« eine verhängnsivolle Rolle spielte. Obgleich der Autor keinen Hehl aus seiner libertären Haltung macht, bilanziert er auch die Fehler der Anarchisten und analysiert ihre Schwächen.
»Dieses Buch«, schreibt der Autor, »befaßt sich mit der Vergangenheit, ist aber alles andere als tote Archäologie oder bloße Nostalgie nach der verlorenen Zeit. Denn es setzt sich mit einer langen Reihe von Themen, Werten und Problemen auseinander, die auch im Mittelpunkt unserer Gegenwart stehen.«

Inhalt abgleichen