70 Jahre Februar-Aufstand: 1934 - 2004

KAPU Dachstock

1933 schaltete der christlich-soziale Kanzler Dollfuss in Österreich das Parlament aus und machte sich daran, die ArbeiterInnenbewegung und die junge Demokratie zu zerschlagen. Die sozialdemokratischen Eliten jener Zeit zeichneten sich zwar durch einen bemerkenswerten Verbalradikalismus aus, verstanden es aber, die zum Aufstand strebende Basis der Bewegung immer wieder zu befrieden und zu beschwichtigen. Am 12.Februar 1934 jedoch begann - ausgehend von Linz - gegen den Willen der Parteiführung der bewaffnete Aufstand eines Teils der sozialdemokratischen ArbeiterInnenbewegung. Der antifaschistische Aufstand wurde blutig unterdrückt und die ArbeiterInnenbewegung endgültig von den Christlich-Sozialen (spätere ÖVP) zerschlagen. Der "austrofaschistische" Ständestaat hatte sich endgültig durchgesetzt und fungierte durch die Unterdrückung der linken ArbeiterInnen und Einführung einer klerikal-faschistischen Gesellschaftsordnung als Wegbereiter und Steigbügelhalter für die NS-Bewegung, die 1938 die Macht übernahm.

Anlässlich des Jubiläums (und eine Woche verspätet, um die Sozis und Kummerln nicht beim Kranzniederlegen zu stören) zeigen KAPU, Infoladen treibsand und bs3 gemeinsam folgende Guzzis für HobbyhistorikerInnen und geschichtsbewusste Mitmenschen: Tränen statt Gewehre. Februarkämpfe 1934 - Anni Haider erzählt Regie: Karin Berger, Elisabeth Holzinger, Lotte Podgornik, Lisbeth N.Trallori, A 1983, 30min (Doku) Die Kameraden des Koloman Wallisch Regie: Michael Scharang, A 1983/84, 90min (Spielfilm) Dazu gibt's natürlich Kaffee, Bier, Kuchen & stuff......alles bei freiem Eintritt. Stadtwanderung: Am Nachmittag vor dem Kino-Abends veranstalten Treibsand und bs3 auch eine gemeinsame Stadtwanderung zu den historischen Schauplätzen des 12.Februar 1934 in Linz. Da das Ganze im kleinen Kreis stattfinden soll, ist die TeilnehmerInnenzahl leider beschränkt.

bs3 + treibsand + KAPU