Rechtsextremismus in Österreichs Parteien

Eine Veranstaltung der Reihe:

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Rechtsextremismus in Österreichs Parteien

Ab Mitte/Ende der 1980er Jahre war es für SPÖVP-PolitikerInnen immer schwerer möglich, das rechte Klientel zu bedienen. Unter Haider emanzipierte sich der Rechtsextremismus vollständig aus der Umarmung der Großparteien, welche dadurch ihre Integrationskraft verloren. Insofern ist Haider als "unfreiwillige Aufklärungsmaschine" (Robert Schindel) auch zu danken: er band den Rechtsextremismus an eine Partei und half somit zunächst zur demokratiepolitischen Klärung. Eine Zeit lang wollte und konnte niemand etwas mit der FPÖ zu tun haben, der Tabubruch von 2000 entfaltete dann aber nachhaltige seine Wirkung. Über die Akzeptanz von Personen wie den Olympia-Burschenschafter Martin Graf als dritten Nationalratspräsidenten kehrte der Rechtsextremismus - nun noch normaler und sogar mit den Insignien staatlicher Macht versehen - in die Mitte der Gesellschaft zurück.
Jugendliche Neonazis begleiten diese Prozesse überspitzend.

Referent: Andreas Peham, Mitarbeiter des Dokumentationsarchiv des öffentlichen Widerstandes (DÖW)

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Termin: 10. Juni

Ort: Alte Welt, Hauptplatz Linz

Beginn: 18:00 Uhr

Eine Veranstaltung der GAJ OÖ