BÜCHER

Hier findet ihr eine Auswahl an Rezensionen von Büchern

Die Bewegung 2. Juni - Gespräche über Haschrebellen, Lorenzentführung, Knast

autor: 
Ralf Reinders / Ronald Fritzsch
text: 

Das Buch zur neben RAF und RZ wichtigsten Stadtguerilla der alten Bundesrepublik, ironisch und mit viel Humor erzählt von Ralf Reinders und Ronald Fritzsch.

»Die eigentliche Politisierung kam erst mit der Erschiessung Benno Ohnesorgs am 2.Juni 1967. Nach all den Prügeln und Schlägen hatten wir das Gefühl, dass die Bullen auf uns alle geschossen haben. Gegen Prügel konntest du dich ja ein stückweit wehren. Dass aber einfach jemand abgeknallt wird, ging ein Stück weiter.«

Die Enteignete – (Planet der Habenichtse)

autor: 
K Leguin
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Überarbeitete Neuausgabe des berühmten Klassikers.
Urras und Anarres, zwei Schwesterplaneten eines Sonnensystems, werden zwar von einem Volk bewohnt, allerdings von zwei unterschiedlichen politischen Systemen beherrscht: Als auf dem kapitalistischen Urras eine anarchistische Revolte ausbrach, gewährte man den Aufständischen freies Geleit. Jahre später sind sowohl das anarchistische Utopia auf Anarres wie auch die kapitalistische Gesellschaft auf Urras gefestigt. Als der Physiker Shevek eine bahnbrechende Erfindung macht, die den interstellaren Raumflug revolutionieren kann, fehlt auf Anarres das Geld für die Umsetzung, und so wandert er nach Urras aus. Fortan gilt er auf seinem Planeten als Verräter, aber auch auf Urras begegnet man ihm mit Mißtrauen.

Die Erfindung der weissen Rasse - Rassistische Unterdrückung und soziale Kontrolle

autor: 
Theodor W. Allen
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Aus dem amerikanischen Englisch von Jürgen Schneider und Dagmar Ganssloser. Mit einer Einleitung von Jost Müller.
Die hervorragende, sozialhistorisch gearbeitete Analyse zum britischen Siedlungskolonialismus in Irland, der Kolonisierung Nordamerikas und der Entstehung der US-Gesellschaft.


Die Eroberung des Brotes

autor: 
Peter Kropotkin
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In diesem klassischen Text versucht Kropotkin die Voraussetzungen für eine anarchistische Gesellschaft zu klären und bessere Lösungen fuer das menschliche Zusammenleben zu entwickeln. Er geht dabei immer wieder auf die Situation im Kapitalismus ein, die unser Leben und Denken nach wie vorprägt.

Die Ethnisierung des Sozialen

autor: 
Michel Chossudovsky
text: 

die gerade angesichts des krieges im kosovo 1999 bis weit in das linke spektrum virulenten argumentativen kurzschlüsse, kolportierten mythen, verschleierungen und halbwahrheiten haben uns zur neuausgabe dieses bandes veranlasst.
der vorliegende materialienband ist als vielgliedriges und vielstimmiges buch zu sehen, das ganz unterschiedliche artikel vereint. in ihnen werden spezifische facetten und zusammenhänge des jugoslawischen krieges und seiner entstehungsgeschichte untersucht.
wir sind der überzeugung mit den aufgestellten thesen und den analytischen zugängen zum verständnis des krieges in jugoslawien beitragen zu kønnen.
damit soll dieser band auch den wahrgenommenen verbreiteten defiziten entgegenwirken, die bei den diskussionen um den nato-krieg deutlich wurden.
denn entgegen der dominanten sichtweise ist der krieg in jugoslawien ursächlich kein ethnischer krieg, sondern eine durchsetzungsform zum übergang in die marktwirtschaft, zur modernisierung im rahmen der produktionsbedingungen des weltmarkts.

Die Flamme der Liebe und des Aufstandes

autor: 
Steinke, Oliver
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Die Basis für diesen historischen Roman, in dem Fiktives und Authentisches verwoben werden, ist die Geschichte der Machnobewegung. Der Roman beschreibt nicht nur historische Tatsachen, sondern lässt uns an der Freundschaft und Liebe eines jungen Mannes und einer jungen Frau während des Befreiungskampfes teilhaben. Die Handlung ist in den Verrat der Bolschewisten, den Befreiungskampf der Bauern und die Leidenschaft für Liebe und Freiheit eingebunden.

Die Frau ist nicht der Rede wert

autor: 
Luise Pusch
text: 

In "Frauen sind nicht der Rede wert" nimmt Luise Pusch einmal mehr die männerdominierte deutsche Sprache mal ernsthaft, mal satirisch, aufs Korn.
In Eutin verordnete mann sich jüngst eine radikalfeministische Sprache. Seitdem gibt es dort von Amts wegen nur noch Eutinerinnen, knapp die Hälfte davon sind Männer. Viele männliche Eutinerinnen tragen allerdings schwer an ihrer Feminisierung und kämpfen dafür, die Regelung wieder rückgängig zu machen.

Die Gedurt der dritten Welt - Hungerkatastrophen und Massenvernichtung im imperialistischen Zeitalter

autor: 
Mike Davis
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Ende des 19. Jahrhunderts zerstörten Dürren ungeheuren Ausmaßes wiederholt die Ernährungsgrundlagen in den Teilen der Erde, die heute "Dritte Welt" genannt werden. Zwischen 1876 und 1879 sowie zwischen 1896 und 1900 starben in den im Allgemeinen als klimabedingt definierten Hungerskatastrophen und nachfolgenden Epidemien in Äthiopien, Indien, China und Brasilien zwischen dreißig und sechzig Millionen Menschen. Als unmittelbarer Auslöser dieser wenig beachteten, aber ungeheuerlichen Massenvernichtung wurden in der Wissenschaft bisher Wetterphänomene wie El Nino verantwortlich gemacht. Doch die Natur allein ist selten so tödlich. Mike Davis legt in seiner "Politischen Ökologie" des Hungers die Hintergründe zwischen Weltklima und Weltökonomie im imperialistischen Zeitalter frei, die zur "Geburt der Dritten Welt" führten und bis heute nachwirken.

Die Geschichte vom frechen Hund

autor: 
Michael Schmidt-Salomon / Helge Nyncke
text: 

Der freche Hund war stolz darauf, der gemeinste Kerl weit und breit zu sein.
Doch eines Tages stand er vor einem großen Problem.
Da entdeckte er, wie wichtig es ist, Freunde zu haben ...

Die Globalisierung des Migrationsregimes

autor: 
Materialien (Hrsg.)
text: 

Zur neuen Einwanderungspolitik in Europa

Die goldene Horde - Arbeiterautonomie, Jugendrevolte und bewaffneter Kampf in Italien

autor: 
Balestrini | Moroni
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DIE Geschichte der 68er-Bewegung und der autonomen Linken Italiens. Ein unerreichter Klassiker!!

Die große Revolte

autor: 
Nanni Balestrini
text: 

Nanni Balestrinis große Romantrilogie ist das literarische Vermächtnis der Revolte in Italien und unser Beitrag zu vierzig Jahren 1968.

Der Roman »Wir wollen alles« ist eine Hommage an die Kämpfe des italienischen Massenarbeiters. Das Buch wurde mitten in einem Zyklus von Arbeiterkämpfen geschrieben, in denen der FIAT-Konzern in Turin im Jahr 1969 zum Zentrum des Aufstands gegen das Fabriksystem wurde. Mit seiner Geschichte eines rebellischen Arbeiters aus dem Süden wurde Balestrini mit einem Schlag zum »Romancier des Operaismus«. Der Titel des Buches wurde zur Parole einer »anderen Arbeiterbewegung« – weit über Italien hinaus.

Protagonist des Romans »Die Unsichtbaren« ist ein Basismilitanter der Generation von 1977, der »Autonomia«, die das Land in ein riesiges Laboratorium neuer Lebensentwürfe verwandelte. Es war eine Zeit nicht enden wollender Massendemonstrationen, der Hausbesetzungen, linken Kulturzentren und freien Radios. Mit beispielloser Kreativität und Radikalität forderte eine Bewegung von Jugendlichen die herrschende Kultur und das Bürgertum heraus und artikulierte ihre Ablehnung in Fabriken, Schulen und Stadtvierteln lustvoll und zugleich militant.

Der Roman »Der Verleger« schließlich beschreibt im Rückblick die Zuspitzung der Kämpfe zwischen Partisanentradition und entstehender Fabrikguerilla in einer atemberaubend verdichteten Prosa. Im März 1972 kommt der legendäre Verleger Giangiacomo Feltrinelli bei einem Bombenanschlag auf einen Strommast ums Leben. Sein Tod markiert einen tiefen Einschnitt in der Geschichte der italienischen Nachkriegslinken. Der bewaffnete Kampf tritt in eine neue Etappe ein, an deren Ende die Moro-Entführung stehen wird. In dem Roman setzt sich mosaikartig ein Bild zusammen, in dem die Schlüsselbedeutung dieses historischen Moments Konturen gewinnt.

Die halbierte Emanzipation?

autor: 
Jansen u.a. (Hg.)
text: 

Fundamentalismen sind nicht einfach Rückgriffe auf traditionelle Lebensweisen, sondern in sich spannungsreiche Reaktionsweisen auf die Erfahrung dramatischen gesellschaftlichen Wandels. Dabei sind die Retraditionalisierung der Geschlechterrollen wie der Sexualmoral und die Wertschätzung der patriarchalen Familie als Grundbaustein der Gesellschaft ein durchgehendes Kennzeichen aller religiös-fundamentalistischen Strömungen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt - Politisches Engagement in schwieriger Zeit

autor: 
Terkel, Studs
text: 

"Ich spüre, dass sich etwas ändern wird, aber wir müssen es verwirklichen, nicht die Regierung. Bei uns sagt man: La esperanza muere última - die Hoffnung stirbt zuletzt. Man darf nie zu hoffen aufhören. Wer die Hoffnung verliert, gibt sich selbst verloren." Die ehemalige Landarbeiterin Jessie de la Cruz bringt das persönliche Credo Terkels auf den Punkt: Hoffnung ist nicht passive Schicksalergebenheit, sondern die Schwester des Handelns, des persönlichen und politischen Engagements. Wer für sich selbst etwas bewegt, setzt auch bei anderen etwas in Gang. In seinem neuen Buch befragt der legendäre amerikanische Interviewer Menschen unterschiedlichster Herkunft, die nach ihren Überzeugungen zu leben versuchten, auch wenn es gerade am wenigsten opportun erschien. Hoffnung als Antrieb, meint Terkel, steigt in einer Gesellschaft immer von unten hoch, oder, wie es ein Obdachlosenanwalt formuliert: "Hoffnungslosigkeit ist ein Luxus, den sich nur die Reichen leisten können."

Die Hunde bellen ... Von A – RZ - Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre

autor: 
autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hg.)
text: 

Ein Beitrag gegen das aktuelle Staatsbegräbnis der 68er und eine Aufarbeitung militanter Politik.
Hier wird nicht nur ein Horizont an Erfahrungen sichtbar, der sich mit der Macht des Faktischen nicht versöhnte.
In ihm wird auch das lebendig, was sich dem, was ist, nicht beugen will.