BÜCHER

Hier findet ihr eine Auswahl an Rezensionen von Büchern

Der Staat des Kapitals und weitere Schriften zur Kritik der Politik

autor: 
Johannes Agnoli
text: 

“Die gelehrte Welt wirkt kräftig mit an der Festigung des Ordnungsgefüges, der Wertesysteme... Die Vernunft wird bemüht, teils zur systematisch wohlgeordneten Vereinfachung von Gesamtzusammenhängen (Reduktion von Komplexität genannt), teils als Stifterin friedfertiger Kommunikation, teils und in genauer Umkehrung wird ihr der Kampf angesagt und aus Betroffenheit der freudige Sprung in den Brei der Seele unternommen.”

Inhalt: Destruktion als Bestimmung des Gelehrten in dürftiger Zeit • Der Staat des Kapitals • Revolutionäre Strategie und Parlamentarismus • Klasse und Staat in der BRD • Der Strukturwandel des Staates im Spätkapitalismus • Der Rechtsstaat: Spätkapitalismus und deutsche Erfahrung • Die Logik des Staats und das Recht auf Rebellion • Restaurative Tendenzen in der BRD • Thesen zur Transformation der Demokratie und zur außerparlamentarischen Opposition.

Der Terror des Kapitals - eine rätekommunistische Streitschrift

autor: 
Nelke
text: 

Mit der Beschreibung des ganz "normalen Terrors des Kapitals" beginnt Nelke seinen Einstieg in die vorliegende umfassende und streitlustige Schrift. Fundiert schildert er die Funktionsweise der kapitalistischen Verwertung, unterzieht gewerkschaftliche Herangehensweisen und marxistische, aber auch anarchistische Politikverständnisse einer radikalen Kritik und setzt sich mit den diversen sozialen Bewegungen wie der Frauen-, Ökologie- oder auch Friedensbewegung auseinander. In solider rätekommunistischer Tradition wird der "reale Sozialismus" als banaler Staatskapitalismus demaskiert. Eine grundsätzliche Aufarbeitung der jüngeren Reprivatisierungsgeschichte wird an den Beispielen des "blutigen Zerfalls Jugoslawiens" und der "friedlichen Annektion der DDR" geleistet.

Der Verrat von Mile End

autor: 
Oliver Steinke
text: 

Der Verrat von Mile End Historischer Roman England in der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts: Die Pest greift auf das Land über und rafft fast ein Viertel der Bevölkerung dahin. Arbeitskräfte, ob es sich nun um unfreie Hörige oder um Handwerker in den Städten handelt werden knapp. Als Antwort erlassen die adligen Landbesitzer, Barone und Herzöge, so genannte "Arbeitersatzungen", die die Löhne einfrieren und die Bewegungsfreiheit der einfachen Menschen einschränken.

Der Weg in die Berge - Eine Frau bei der kurdischen Befreiungsbewegung

autor: 
Solina Carla
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Ein Jahr lang war Carla Solina bei der kurdischen Guerilla und in Flüchtlingslagern in Südkurdistan. Sie berichtet von dem, was sie gesehen und gehört hat. Mit Fotoapparat und Diktiergerät ausgerüstet geht sie in die kurdischen Berge, um dort den Alltag der Guerilla, ihre Organisations- und Vorgehensweise kennenzulernen. Ein besonderes Augenmerk legt sie auf die Situation der Frau, bei der Guerilla ebenso wie im "Hinterland" der Flüchtlingslager: Welche Schwierigkeiten und Widersprüche, Hoffnungen und Fortschritte gibt es für die kurdischen Frauen? Wie entwickelt sich ihr Selbstbewusstsein und wie können sie es gegen die feudalen Clanstrukturen einsetzen? Der Befreiungsprozess der Frau als Maßstab für die Freiheit einer Gesellschaft ist auch hier voller Unzulänglichkeiten, aber genauso voller Träume und Errungenschaften. Dieser Augenzeugenbericht macht den Willen und die Notwendigkeit von persönlicher und sozialer Veränderung auch im Krisengebiet Kurdistan deutlich.

Der Wind der Veränderung - Kommentare und Dokumente

autor: 
Hg. H. Mittelstädt / L. Schulenburg
text: 

Als Botschaft der Hoffnung hat die Zapatistische Bewegung eine nachhaltige internationale Aufnahme gefunden. Sie ist eine inspirierende Herausforderung auch für die soziale Bewegung in den industriellen Metropolen. Die zapatistische Rebellion in Chiapas ist die erste kollektive Antwort auf die globale Verarmungsstrategie des Kapitals nach dem Untergang des Staatskapitalismus in Osteuropa. Mit der zapatistischen Forderung nach "Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit" und iher revolutionären Maxime "für alle alles" sind erneut die Quellen menschlicher Bewegung direkt benannt, die eine Ethik bekräftigen, in der weder für die Macht noch für die Ausbeutung Raum bleibt.

Der Zustand der Welt - Gegen-Perspektiven

autor: 
Karl Heinz Roth
text: 

Ein spannender Versuch, die ungeheure Komplexität der gegenwärtigen globalisierten Welt synthetisch zu fassen und mit Überlegungen zu möglichen Umrissen einer sozialistischen Transformationsperspektive zu konfrontieren.

Devisen für den Endsieg - Görings Geschäftsgruppe Devisen, die Schweiz und die deutsche Wirtschaft

autor: 
Janis Schmelzer
text: 

Tarngeschäfte, Goldraub, illegale Beschaffung von Auslandskrediten, Verkäufe der Wertpapierbestände deportierter Juden, Gold- und Diamantenexport und andere völkerrechtswidrige Sonderaktionen waren fester Bestandteil der Kriegsfinanzierung des «Dritten Reiches». Eine zentrale Rolle spielte dabei die sogenannte «Geschäftsgruppe Devisen», die direkt dem «Beauftragten für den Vierjahresplan», Hermann Göring, unterstellt war. All diese umfangreichen Transaktionen wurden durch ein Beziehungsgeflecht aus einflußreichen Industrie- und Bankenkreisen ermöglicht. Eine Schlüsselrolle fiel dabei dem «Stahlkönig» Otto Wolff (Stiefvater von Otto Wolff von Amerongen) und dessen Schweizer Tarnfirma «Rodopia» zu.

Die 68er - Schlüsseltexte der globalen Revolte

autor: 
Ebbinghaus, Angelika (Hg.)
text: 

Die politischen und sozialen Protestbewegungen der „68er“ entstanden weltweit lange vor dem Jahr 1968 und ebbten erst Ende der 1970er Jahre ab. Sie waren ein internationales Phänomen und reichten von den antikolonialen Befreiungsbewegungen der drei Kontinente über die Sozialbewegungen der Schwellenländer bis in die Metropolen des kapitalistischen Weltsystems. Das Jahr 1968 war zudem auch für die Länder des Staatssozialismus folgenreich.

Die Akkumulation des Kapitals - Ein Beitrag zur okonomischen Erklarung des Imperialismus

autor: 
Luxemburg, Rosa
text: 

Während der Jahre 1906-13 lehrte Rosa Luxemburg an der sozialdemokratischen Parteihochschule politische Ökonomie. In dieser Zeit bereitete sie ein Buch über marxistische Wirtschaftstheorie vor, mit dem Titel Einführung in die politische Ökonomie. Kurz vor Abschluß des Rohentwurfes stieß sie auf eine unerwartete Schwierigkeit:
Es wollte mir nicht gelingen, den Gesamtprozeß der kapitalistischen Produktion in ihren konkreten Beziehungen sowie ihre objektive geschichtliche Schranke mit genügend Klarheit darzustellen. Bei näherem Zusehen kam ich zu der Ansicht, daß hier nicht bloß eine Frage der Darstellung, sondern auch ein Problem vorliegt, das theoretisch mit dem Inhalt des II. Bandes des Marx’schen Kapital im Zusammenhang steht und zugleich in die Praxis der heutigen imperialistischen Politik wie deren ökonomische Wurzeln eingreift. [1]
Das gab den Anstoß zu Rosa Luxemburgs wichtigster theoretischer Arbeit: Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus (1913). Das Buch ist keineswegs einfach zu lesen, insbesondere nicht für jemanden, der nicht mit Marx’ Kapital vertraut ist. Aber Rosa Luxemburgs Studie ist, ob man mit ihr übereinstimmt oder nicht, zweifellos einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste und originellste Beitrag zur marxistischen Wirtschaftstheorie seit dem Kapital.

Die Aktion Nr. 170 – 174

autor: 
Camillo Berneri
text: 

Dossier zu Camillo Berneri
Aufsätze und Artikel Berneris: Der Arbeiterkult / Der Krieg als kollektives Verbrechen / Carlo Cattaneo als Förderalist / Klassenkrieg in Spanien. Gegen Faschismus und bürgerliche Republik

Die Aktion Nr. 175 – 180 - Mai 68 Zeit der Kirschen

autor: 
diverse
text: 

Mai 68 »Zeit der Kirschen«
Maurice Brinton: Paris Mai 1968. Ein Tagebuch
Heribert Becker: Die Pariser Surrealisten und der Mai 1968
Surrealistengruppe: Flugblätter und Artikel
Andreas Löhrer: Che Guevara. Jenseits der Pop-Ikone
Helmut Reinicke: Die Globalisierung

Die andere Farm der Tiere

autor: 
Doe, Jane
text: 

Nach dem Tode ihrer Besitzerin versuchen Farmtiere aus Hunger und Verzweiflung das Unmögliche: Sie versorgen sich selbst und beginnen die Farm auf Konsensbasis weiterzuführen. Mittlerweile lernt ein von Orwells ‚Farm der Tiere’ verjagtes Schwein eine Gruppe von Tieren kennen, die gegen die Zerstörung des Waldes durch eine Kapitalgesellschaft kämpfen. In deren Lager und auf der ‚Anderen Farm der Tiere’ erfährt es von mutigen Katzen in Kat-z-alonien und Bären in Bärcelona, sowie vom Kampf der Wollies (Wobblies) für bessere Lebensbedingungen.

Die Arbeitslosenpolizei

autor: 
Werner Christine
text: 

Das Buch “Die Arbeitslosenpolizei” gibt Erwerbslosen in Österreich eine Stimme. Anhand von Interviews und Recherchen erzählt die Autorin Christine Werner vom Alltag jener Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, von Jobbörsen, Arbeitsvermittlern und dubiosen Stellenangeboten, vom Umgang mit ganz persönlichen Daten, von Kreditwürdigkeit, Armutsgefährdung u.v.m.

Die Autonomen - Ursprünge, Entwicklung und Profil der Autonomen

autor: 
Thomas Schultze/Almut Gross
text: 

Eine differenzierte Betrachtung über die Autonomen, ihre Motive für Protest und Widerstand, ihre Themenfelder und ihre gesellschaftspolitische Relevanz. Endlich eine Publikation, die sich mit dem Gesamtkomplex der Autonomen beschäftigt und eine kritische Auseinandersetzung ermöglicht.
In der Öffentlichkeit werden die Autonomen gemeinhin auf "reisende Gewalttäter" und "Verbrecher des 'schwarzen Blocks" reduziert.
Dass die Autonomen mehr sind als der "Stein in der Hand" und die "Hasskappe vor dem Gesicht" wird in diesem Buch deutlich, indem der geschichtliche Hintergrund, die politischen Vorläufer und realen Gründe zur Entstehung der autonomen Bewegung und autonomer FrauenLesben-Gruppen aufgezeigt, ihr Selbstverständnis und ihre Widersprüche erläutert und ihre Themen, Medien sowie Aktionen anhand von Beispielen vorgestellt werden.

Dieses Buch ermöglicht endlich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gesamtkomplex der Autonomen, die seit Mitte der siebziger Jahre ein wichtiger Teil der radikalen, außerparlamentarischen Systemopposition in der BRD sind.

Die Autonomen zwischen Subkultur und sozialer Bewegung

autor: 
Jan Schwarzmeier
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Die bedrohlichen Wirkung von Vermummung und Militanz hat den Autonomen in den letzten 20 Jahren sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit zu Teil werden lassen. Aber auch für sie selbst spielen Aktionsformen und Aussehen eine große Rolle. Dieses Buch will zeigen, wie eng diese und andere Elemente der Bewegungskultur mit der Politik der Autonomen verbunden sind.
Neben der Bewegungsgeschichte aus Ereignissen, Kampagnen und Organisationsstrukturen werden daher auch kulturelle Phänomene ausführlich behandelt. Dazu zählen ästhetische Anleihen bei Punks und Rockern, 'revolutionäres HeldInnentum', die Einbindung von ImmigrantInnen in Antifa-Aktionen und der Wandel des autonomen Selbstverständnisses durch das Führen der Patriarchatsdiskussion.