BÜCHER

Hier findet ihr eine Auswahl an Rezensionen von Büchern

Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft

autor: 
Jeremy Rifkin
text: 

In seinem Weltbestseller skizziert Jeremy Rifkin eine neue historische Epoche, die sich durch einen stetigen und unvermeidlichen Rückgang von Arbeitsplätzen auszeichnet -- und die unübersehbar schon Wirklichkeit ist.
Was wird mit den Millionen Menschen geschehen, die in einer zunehmend automatisierten Weltwirtschaft immer weniger gebraucht werden? Und wie lassen sich die daraus resultierenden sozialen Konflikte bewältigen?
Diesen Fragen widmet sich Rifkin mit beeindruckender technologischer und ökonomischer Kompetenz und bemerkenswerter Phantasie.

Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen

autor: 
Altvater, Elmar
text: 

Anders als der reale Sozialismus bricht der Kapitalismus nicht zusammen - es sei denn durch "äußere Anstöße von extremer Heftigkeit" und eine "glaubwürdige Alternative im Innern". Dieser Einschätzung des französischen Historikers Fernand Braudel folgt Elmar Altvater in seinem bereits in sechster Auflage erschienenen Buch. Die Dynamik der modernen Gesellschaften verdankt sich der "Dreifaltigkeit" von europäischer Rationalität der Weltbeherrschung, kapitalistischen sozialen Formen und fossilen Energien. Dies ist die Grundlage der "geo-ökonomischen" Globalisierung und des "geopolitischen" neuen Imperialismus, einer Allianz von marktgläubigem Neoliberalismus und auf militärische Macht setzendem Neokonservativismus. Doch ist der Kapitalismus nicht stabil und krisenfrei. Die Finanzkrisen der vergangenen Jahrzehnte sind für wachsende Ungleichheit, ja für Armut und Elend in der Welt verantwortlich. Dass die Begrenztheit von fossiler und nuklearer Energie ein äußerer Anstoß von besonderer Heftigkeit ist, haben die Hurrikane Katrina und Rita zu Bewusstsein gebracht: Eine kapitalistische Gesellschaft ohne Öl versinkt im Chaos. Im Innern der Gesellschaft reifen aber "glaubwürdige Alternativen" heran: Die Ansätze einer "solidarischen Ökonomie" und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft. Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, gerät an ein Ende.

Das Ghetto kämpft. Warschau 1941-1943

autor: 
Marek Edelman
text: 

"Es haben nicht viele überlebt von den etwa 60.000 Menschen, die sich am 19. April 1943 im Wahrschauer Ghetto gegen die Vollstrecker der deutschen Vernichtungspolitik erhoben. Wer nicht während des Aufstands fiel, wurde nach Treblinka oder Majdanek verschleppt. Auch von den in der Jüdischen Kampforganisation ZOB organisierten Kämpferinnen und Kämpfer blieben nur wenige am Leben. Und nicht alle von ihnen griffen zur Feder, um festzuhalten, was sie überlebt hatten. Umso kostbarer sind die wenigen Zeugnisse, die vorliegen, zumal, wenn sie, wie Marek Edelmans Bericht, sofort nach der Befreiung aufgeschrieben wurden." Aus dem Vorwort von Ingrid Strobl

Das große Spiel

autor: 
Roberto Ohrt
text: 

Sie waren die Abenteurer des sozialen Raums und hatten innovativen und maßgeblichen Anteil an der Neubestimmung von Kunst und Politik in der Nachkriegszeit. Nach dem Kollaps der marxistischen Orthodoxie erhielt das oppositionelle Denken durch die Situationisten neue, erfrischende Impulse. Die berühmte situationistische Unverschämtheit kulminierte schließlich in den sozialen Unruhen von 1968.

Das gute Leben - Linke Perspektiven auf einen besseren Alltag

autor: 
A.G. Gender-Killer (Hg.)
text: 

Es gibt ein besseres Leben im falschen. Mit unserem Buch wollen wir den Blick auf diese Möglichkeit zum Besseren richten. Wir wollen fragen, wie wir unseren eigenen Alltag emanzipativ gestalten können: Wie umgehen mit unseren Körpern? Wie umgehen mit unserer Sexualität? Wie umgehen mit dem Älter werden? Das sind nur einige der Fragen, die uns alltäglich bedrängen – Fragen, denen niemand von uns aus dem Weg gehen kann und auf die eine ›Linke‹ um so dringender eine akzeptable Antwort braucht. Gemeinhin geraten die Fragen nach dem eigenen Leben im ›linken‹ politischen Alltag immer unter die Räder zugunsten ›wichtigerer‹, ›drängenderer‹ und ›größerer‹ Ziele: Naziaufmärsche, rassistische Hetze oder sexistische Übergriffe etc. lassen oft keine Zeit, um über den eigenen Alltag genauer nachzudenken. Oder es gilt als selbstverständlich, dass der Streit für emanzipative Ziele auch automatisch auf das eigene Leben rückwirkt und uns in ein besseres Leben katapultiert. Doch so verhält es sich nicht: So, wie für viele von uns das ›linke‹ Dasein mit der Infragestellung der gesellschaftlichen Verhältnisse begonnen hat, so gilt es, dieses Fragezeichen auch hinter das eigene Leben zu setzen. So falsch wie die herrschenden Verhältnisse ist gemeinhin zunächst auch unser Leben: Eingebunden in sexistische, rassistische, antisemitische und kapitalistische Strukturen sind wir tiefer und engmaschiger in ihre Reproduktion verwoben, als uns lieb sein kann.

Das indigene Amerika und die marxistische Tradition

autor: 
Churchill, Ward
text: 

Eine kontroverse Debatte über Kultur, Industrialismus und Eurozentrismus

Das Leben ist zum Kotzen

autor: 
Léo Malet
text: 

Der Roman erzählt von einer Gruppe junger Rebellen, die nach dem Vorbild der Bonnot-Bande Geld für einen Bergarbeiterstreik beschafft. Als die Aktion blutig ausgeht, wird sie vom anarchistischen Komitee verurteilt, und die Gruppe macht auf eigene Rechnung weiter. In der Spirale von Illegalität und Kriminalität gefangen, bricht ihre Gemeinschaft auseinander. Neid entsteht, Einsamkeit, Verrat. Der Held hat ein Leben voller Fehlschläge und Frustrationen hinter sich und keine Perspektive vor sich. Träume und Phantasien von Liebe sind kurze Illusionen. Einziger Ausweg aus seinem Sklavenleben scheint ihm »das Böse«. Sein selbstzerstörerischer Amoklauf ist durch nichts mehr aufzuhalten.

Das Leben ändern, die Welt verändern!

autor: 
Lutz Schulenburg (Hg.)
text: 

1968 – eine magische Jahreszahl! 1968, das sind die fröhlichen Provokationen der Kommune I und die 10 Millionen im französischen Generalstreik. 1968, das ist der Krieg in Vietnam und die Absage an überkommene Rollenmuster. 1968, das ist das lustvolle Zähnefletschen des Gespenstes der Freiheit, der nachhaltige Schrecken für jede Art von Autoritäten und Bürokraten. Es markiert den Beginn einer Epoche, die das Tauwetter des kalten Krieges anzeigt, in dem die gesellschaftlichen Verhältnisse der Nachkriegszeit eingefroren waren.

Das Negative Potential - Gespräche mit Johannes Agnoli

autor: 
Christoph Burgmer
text: 

Die Gespräche fanden während der Dreharbeiten zu einem Film statt, in dem Johannes Agnoli darlegt, wie man als radikaler, das heißt an die Wurzel der Übel des Kapitalismus gehender Kritiker, auch in diesen harten Zeiten überwintern kann, ohne in Resignation zu verfallen. Agnoli zeigt dabei auf, daß "Unzeitgemäßheit" nicht notwendig den Verlust der Aktualität bedeuten muß. "Der Staat ist ein Palast, in den man hineintritt, der aber keinen Hinterausgang hat. Man kann in diesem Palast höchstens nach oben kommen. Man kann sich in die Institutionen hineinbegeben, aber dann bleibt man drin. Viele fühlen sich dabei glücklich. Das ist die Faszination der gesellschaftlichen, der bürgerlichen Machtverhältnisse. Eine Faszination allerdings, unter der wir im Grunde alle leiden."

Das Proletariat - Die große Karriere der lohnarbeitenden Klasse kommt an ihr gerechtes Ende

autor: 
Peter Decker / Konrad Hecker
text: 

Proletarier kennt der gebildete Zeitgenosse eigentlich nur noch aus dem Industriemuseum. Im tiefen 19. Jahrhundert, als noch nicht die globalisierte Marktwirtschaft, sondern der nach seinem ersten angelsächsischen Standort so genannte Manchester-Kapitalismus regierte, gab es wohl so etwas: einen niederen Stand armseliger Lohnarbeiter, rechtlos und ohne alle soziale Absicherung, von reichen Fabrikherren ausgebeutet - bisweilen aber auch durchaus gut behandelt -, in feuchten Löchern und finsteren Mietskasernen untergebracht, schlecht ernährt und von Seuchen heimgesucht, mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von kaum 15 Jahren in die Welt gesetzt und schon im Kindesalter ausgenutzt, unausgebildet und verroht, teils maschinenstürmend unterwegs, teils für kommunistische Phantastereien empfänglich... Sozialgesetze und behutsame Wahlrechtsreformen haben dann das schlimmste Elend eingedämmt und die - wie keineswegs bloß ein deutscher Führer klar erkannte - "ihrem Vaterland entfremdeten" Massen allmählich an den Staat herangeführt. Dennoch hat noch im ersten Drittel, wenn nicht sogar in der gesamten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts so etwas wie eine Arbeiterklasse existiert: eine durch das gemeinsame Schicksal der Lohnarbeit in großen Fabriken geprägte Gesellschaftsschicht, noch immer ziemlich arm und von Verelendung durch Arbeitslosigkeit bedroht, in einer eigenen Subkultur zu Hause, gewerkschaftlich organisiert, sozialistisch orientiert - manchmal allerdings auch faschistisch gesinnt -, gelegentlich zu Klassenkämpfen gegen Unternehmerwillkür und staatliche Ungerechtigkeiten aufgelegt...

Das Recht auf Faulheit

autor: 
Paul Lafargue
text: 

Nach den Jahren der Vollbeschäftigung in den 60er und 70er Jahren sind Arbeitsplätze wieder rar geworden. Das Kapital schafft Arbeit in den Produktionsbereichen ab, dort wo die Arbeiter zu faul, selbstbewußt, fordernd, teuer geworden sind. In den neugeschaffenen Jobs im Dienstleistungssektor müssen die Leute für weniger Geld mehr arbeiten. Auch die im Produktionsbereich Verbliebenen werden erhöhten Anforderungen unterworfen. Die Arbeit wird also abgeschafft, um die Arbeiter zum Arbeiten zu bringen. Leistung ist wieder angesagt, in West und Ost (Perestroika). Der Kampf für die Arbeit, um Arbeitsplätze, erlebt eine Wiedergeburt. Mit dem Argument »Arbeitsplätze!« lassen sich alle anderen Argumente totschlagen. Es wird auch von denjenigen benutzt, die an diesen heiligen Arbeitsplätzen ihre Gesundheit ruinieren, ihren Stolz verlieren, ihr Leben verschwenden.

Das Totenschiff

autor: 
B. Traven
text: 

Dies ist die Geschichte des Seemanns Gerard Gale, der in den Kneipen Antwerpens sein Schiff verpasst, mittel- und staatenlos durch Europa gejagt wird und schließlich in Barcelona auf dem Totenschiff ›Yorrikke‹ anheuert — einem jener schwimmenden Särge, die mit Fracht und Mannschaft zum Untergang bestimmt sind, um dem Besitzer die Versicherungsprämie einzubringen.

Das unterirdische Feuer - Texte der russischen Gewerkschaftsopposition SMOT

autor: 
Gerschuni, Vladimir u.a
text: 

Die versammelten Texte der SMOT zirkulierten in den 1980er Jahren im Untergrund. Sie sind ein gutes Beispiel für die Praxis der ArbeiterInnenopposition im autoritären Sozialismus.

Das Volxküchen - Kochbuch

autor: 
Hannebambel-Kollektiv
text: 

Für mehr Leute zu kochen, als für die Familie oder ein paar Freunde, ist manchmal gar nicht so einfach. Das Volxküchen-Kochbuch bietet Rezepte für alle, die größere Gruppen mit leckeren Mahlzeiten versorgen müssen, über 70 Rezepte, mit oder ohne Fleisch, mit verläßlichen Mengenangaben und zusätzlichen Tips. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, daß aus wenig Geld viele Portionen werden.

Delikt: Antifaschismus - Briefbombenterror in Österreich und Kriminalisierungskampagnen von rechts

autor: 
Wolfgang Purtscheller, Markus Kemmerling, Heribert Schiedel u.a
text: 

Seit Dezember 1993 versuchte eine "Bajuwarische Befreiungsarmee" (BBA) mit 25 Brief- und drei Rohrbomben ein "rassenreines" Österreich herbeizubomben. Die rechte "Freiheitliche Partei" Jörg Haiders entfachte parallel zu den Aktionen der BBA eine beispiellose Desinformationskampagne, deren zentrale Thesen sich Polizei, Justiz und Medien zunehmend zu eigen machten. Der Versuch, vom eigenen ideologischen Gleichklang mit den völkischen Thesen der BBA abzulenken, mündete schließlich in einer Kriminalisierung von AntifaschistInnen.

Die AutorInnen zeigen auf, wie der rechtsextreme Terror als Katalysator für einen markanten Rechtsruck der österreichischen Gesellschaft diente.