BÜCHER

Hier findet ihr eine Auswahl an Rezensionen von Büchern

Braune Schwestern? - Feministische Analysen zu Frauen in der extremen Rechten

autor: 
Antifaschistisches Frauennetzwerk, Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus (Hg.)
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Die Autorinnen zeigen die neuesten Entwicklungen im Bereich ›Frauen im Rechtsextremimsus‹ auf: Aktivitäten von rechtsextremen Mädchen und Frauen, Organisationsstrukturen, Kontinuitäten, Strategien und die Palette rechter Frauen(selbst)bilder. Ziel ist es, verschiedene Aspekte einfließen zu lassen und mögliche Handlungsspielräume gegen rechte Ideologien aufzuzeigen, unter anderem in der kritischen Beleuchtung bisheriger feministischer und antifaschistischer Debatten.

Brigate Rosse - Eine italienische Geschichte

autor: 
Moretti/Rossanda/Mosca
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Mario Moretti, Mitbegründer der Brigate Rosse und Leitungsmitglied bis zu seiner Verhaftung 1981, spricht in diesem Interview-Buch offen über die Geschichte der Roten Brigaden. Er wird befragt von Rossana Rossanda, Ex-KP-Mitglied und spätere Mitbegründerin von »il manifesto«, sowie der Journalistin Carla Mosca. Moretti weicht nicht aus und berichtet über die anfänglichen Erfahrungen in den Fabriken, die Gründung der Roten Brigaden, den Übergang zur Klandestinität, die Beweggründe für den bewaffneten Kampf, die ersten Kolonnen, die Entführung Aldo Moros sowie von der Zerschlagung und Zersplitterung der größten bewaffneten linken Organisation der westeuropäischen Nachkriegszeit.
Ein einzigartiges Dokument zum Verständnis der Geschichte der Stadtguerilla – auf einem politischen Niveau, wie es nur selten erreicht wurde.

Bürgerschreck Punk

autor: 
Diana Reiners u.a.
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Lebenswelten einer unerwünschten Randgruppe

Casino Zombies und andere Fabeln aus dem Neon-Westen der USA

autor: 
Mike Davis
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Spätestens seit seinem zum Klassiker der Stadtsoziologie avancierten Buch "City of Quartz. Ausgrabungen der Zukunft in Los Angeles" gilt Mike Davis als einer der brillantesten Kritiker der US-amerikanischen Gesellschaftsentwicklung. Seine Beschreibung der Sozialgeschichte von Los Angeles faszinierte nicht zuletzt deswegen, well in kaum einer anderen Stadt die Widersprüchlichkeiten einer "Global City" räumlich und sozial so offen zu Tage treten wie hier.
Los Angeles ist zum Symbol eines apokalyptischen Urbanismus geworden, zur Folie, auf der wir in Europa die Entwicklung unserer eigenen Städte betrachten. Das Verschwinden öffentlicher Räume, ausufernde Siedlungssysteme, Segregation, soziale Verelendung, Migration und Rassismus sind die Themen, die auch in den mehr als zwanzig Aufsätzen von "Casino Zombies" im Mittelpunkt stehen. Der Sammelband von - zum Teil schon in den USA veröffentlichten, zum Teil jedoch für das Buch neu verfassten Beiträgen - konfrontiert uns jedoch auch mit Realitäten, die aus den Medien weniger bekannt sind.
Neben dem Kapitel "Leben und Sterben in LA." - hier besonders spannend das Interview mit Gang-Mitgliedern: "Waffenstillstand: Fünf Jahre danach" - handeln sie vom Überleben und Klassenauseinandersetzungen im sub-urbanen Kalifornien und Nevada, wohin immer mehr Menschen aus Los Angeles auf der Suche nach einem besseren Leben fliehen. In manchen Regionen ist das ausufernde Gefängnissystem - Kapitel: "Gulags im Westen" - schon längst zum größten Arbeitgeber geworden. Gegen den größten Arbeitgeber in Nevada - die Hotel- und Glücksspielindustrie in Las Vegas - organisiert sich zunehmender Widerstand. Migrantlnnen, Niedriglohnarbeiterlnnen und Umweltgruppen sind die neuen Hoffnungsträger einer sozialen Bewegung, die sich gegen den sozialen und ökologischen Bankrott des neon-westlichen Systems zu formieren beginnt.
Mike Davis lebt in San Diego, Kalifornien. Er arbeitet als freier Journalist und unterrichtet Stadtsoziologie am Southern California Institute of Architecture.

Chiapas und die Internationale der Hoffnung

autor: 
Ulrich Brand
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"Beiträge, Berichte, Reflexionen, Eindrücke etc. von der zapatistischen Revolte und den Perspektiven globalen Widerstandes gegen den Neoliberalismus, u.a. von Joachim Hirsch, John Holloway, Anne Huffschmid, Gerold Schmidt und Winfried Wolf. "Den HerausgeberInnen ist es gelungen, die aktuellen Diskurse um den zapatistischen Auftsand kritisch kreisen und hoffnungsvoll auf den Punkt bringen zu lassen. In sechs Kapiteln werden, ausgehend vom 1. Interkontinentalen Treffen 1996 in Chiapas, Erlebnisberichte von dort und Analysen der Situation in Mexiko, theoretische Überlegungen zur Globalisierungsdebatte und das zapatistische Politikverständnis in Aufsätzen und Interviews auseinandergenommen und in Zusammenhang gebracht" (Graswurzelrevolution)."

Chinas grosser Sprung nach vorne (1958-1961)

autor: 
Felix Wemheuer
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Im Herbst 1958 verkündete die chinesische Regierung, der Kommunismus sei "keine Frage der fernen Zukunft mehr". Mit Hilfe eines ökonomischen, kulturellen und politischen "Großen Sprungs nach vorne" sollte China in kürzester Zeit in eine moderne Industrienation verwandelt werden und die führenden Staaten des Westens wirtschaftlich einholen.

Clandestinos - Unterwegs im Widerstand

autor: 
Ramor Ryan
text: 

Ausgehend von den regionalen Befreiungskämpfen der 1980er und frühen 90er Jahre (der IRA , den Sandinistas, der PKK, den Autonomen in Deutschland) nimmt der Autor diese Bewegungen aus seiner radikal anti-autoritären Sicht kritisch unter die Lupe. Inspiriert aus den Jahren, die ihn in der autonomen Bewegung in Europa geformt haben, den Hausbesetzungen in Berlin und anarchistischer Lektüre setzt er in seinem Buch das Erwachen einer neuen Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung in Szene. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der zapatistische Aufstand von 1994, der mit dem Beispiel seiner partizipativen Demokratie und einer neuen Definition revolutionärer Politik eine Erneuerung des globalen Kampfes und Widerstandes inspirierte.
Aber ›Clandestinos‹ ist ebenso eine Abenteuergeschichte wie eine inoffizielle Chronik moderner globaler Widerstandsbewegungen. Von den wuselnden Hausbesetzungen Mitte der 90er Jahre in Ost-Berlin zur Faszination in den Zapatistischen Autonomen Gebieten, über ein kroatisches Rainbow-Camp im Anschluss an die G8-Proteste in Genua, die idealistischen Ambitionen eines kurdischen Guerilla-Lagers, die Widersprüche Cubas und den neoliberalen Albtraum des Nachkriegs-Mittelamerika entdecken wir eine im Wandel begriffene Welt, die dafür kämpft, neu erschaffen zu werden.

Dagongmei Arbeiterinnen aus Chinas Weltmarktfabriken erzählen

autor: 
Pung Ngai & Le Wanwei
text: 

Mit Chinas rasanter Entwicklung vom maoistischen Armenhaus zum »Fließband der Welt« entstehen neue Arbeitersubjekte, darunter die Dagongmei, wörtlich: arbeitende Schwestern. Millionen junge Frauen migrieren vom Land in die Städte, um dort in den Weltmarktfabriken zu arbeiten. Sie kommen als Teenager und die meisten kehren mit 25, von der Arbeit ausgelaugt, aufs Land zurück. Pun Ngai und Li Wanwei haben in der Industriestadt Shenzhen im Rahmen eines Unterstützungsprojektes Dagongmei interviewt und ihre Geschichten aufgeschrieben. Die Frauen erzählen von der Benachteiligung der Mädchen in der Familie, der Flucht aus dem Dorf, Gefahren der Wanderung, den Bedingungen in den Betriebswohnheimen und an den Fließbändern, von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Es wird deutlich, welch bittere Erfahrungen sie machen und wie sehr sie um ihren Raum und ihre Freiheit kämpfen müssen. Gegen arrangierte Ehen, die despotischen Vorgesetzten und die Diskriminierung durch die lokalen Behörden finden sie trotz aller Probleme und Widersprüche Wege des Widerstands. Sie erkämpfen sich ein neues Selbstbewusstsein, und manche organisieren Petitionen, Demonstrationen und Streiks.

Daimler Benz und die Argentinien-Connection

autor: 
Gaby Weber
text: 

Gaby Weber hat in den letzten beiden Jahren ihre Recherche auf die unmittelbaren Nachkriegsjahre ausgedehnt. Ihr Ergebnis: Alle Indizien sprechen dafür, dass Daimler-Benz nach Kriegsende Nazi-Vermögen nach Argentinien transferierte und in den Aufbau eines weit verzweigten Firmennetzes investierte. Darüber hinaus fanden zahlreiche NS-Täter im argentinischen Zweigwerk eine Anstellung. Das Beispiel Eichmann ist dabei nur der spektakulärste - und dennoch über viele Jahre unter den Teppich gekehrte - Fall. Nicht nur die Auseinandersetzung um die Flick-Sammlung belegt, dass weite Teile der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit den verdrängten Ursachen des Nachkriegswohlstands nach wie vor nicht nachgehen wollen.

Das anarchistische Manifest und andere Texte

autor: 
Ramus, Pierre
text: 

Das 1907 geschrieben Manifest stellte gewissermaßen eine anarchistische Antwort auf Karl Marx`s und Friedrich Engels " Manifest der Kommunistischen Partei" von 1848 dar. Die vorliegende Schrift Pierre Ramus enthält knapp und kompakt seine wesentlichen Gedanken zur Geschichte der Herrschaft und des Militarismus sowie zur Befreiung des Individuums. Eine wesentliche Ergänzung des Manifests stellt die Kritik Ramus am Marxismus dar, die in kurzgefaßter Form bzw. als Buchauszug angeschlossen wird.

Das andere Indien - Eine Skizze anarchistischer Tendenzen in den sozialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts

autor: 
GWR (Hg.)
text: 

Wenn versucht wird, aus den sozialen Bewegungen im Indien des 20. Jahrhunderts anarchistische Tendenzen herauszufiltern, ist nicht nur einiges zu finden, sondern es zeigt sich an vielen historischen Schnittstellen immer wieder, daß die praktische und/oder theoretische Hinwendung zum Anarchismus gleichzeitig mit Gewaltkritik und einem positiven Bezug auf die gewaltfreie Aktion als Kampfmittel verbunden wurde. Während die offiziellen und dominanten Traditionen in Indien einschließlich der Tradition der kommunistischen Parteien als autoritäre Traditionen zu bezeichnen sind, kann in diesen libertären oder anarchistischen Tendenzen ein anderes Verhalten, eine andere politische Ausdrucksform, eine Alternative erkannt werden, die zwar heute erst in einigen vielversprechenden Ansätzen sozialer Bewegungen aufscheint, aber das Potential in sich birgt, die autoritäre Dominanzkultur herauszufordern und von innen her aufzulösen: diese Tendenzen, diese Alternative soll in diesem Buch als »das andere Indien« bezeichnet werden. Und dieses »andere Indien« erscheint als einzige Hoffnung angesichts des aufkommenden HinduNationalismus und religiösen Fundamentalismus, der derzeit in Indien auch die politische Macht erobert.

Das andere Österreich - Vom Aufbegehren der kleinen Leute. Geschichten aus vier Jahrhunderten

autor: 
Hannes Hofbauer / Andrea Komlosy
text: 

Anhand von Fallbeispielen beschreiben Hofbauer und Komlosy den Widerstand entrechteter Menschen gegen Unterdrückung und Obrigkeit. Vom Aufbegehren der Bauern und Bäurinnen gegen die Willkür des Adels und des Klerus; von der gezielten Verfolgung sowie der Ausmerzung von Frauenwissen in der Zeit der Hexenverbrennungen; vom Widerstand des "Gesindels" gegen die Rationalität des aufkommenden Kapitalismus; von Maschinensturm und Brotkrawallen und dem organisierten Arbeiterkampf erzählen uns diese Geschichten und beweisen damit, daß es auch eine andere politische und kulturelle Tradition in Österreich gibt.

Das Aroma der Rebellion

autor: 
Philipp Gerber
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Einblick in die Geschichte ihres Kampfes um Land und Würde, in den entbehrungsvollen Alltag der indigenen Gemeinden und in die spannenden Prozesse innerhalb der Kooperative.Preguntando caminamos – »Fragend schreiten wir voran« ist das Motto der Zapatistas. Der Autor begleitete die zapatistischen Bauernfamilien ein Stück auf diesem Weg - bei ihrer Arbeit auf den Kaffeefeldern sowie in ihrer Kooperative Mut Vitz. Dabei gewann er Einblick in die Geschichte ihres Kampfes um Land und Würde, in den entbehrungsvollen Alltag der indigenen Gemeinden und in die spannenden Prozesse innerhalb der Kooperative. Auch werden die Partner der Kooperative, die Käuferorganisationen im alternativen, fairen und biologischen Handel, kritisch beleuchtet.
Die lebensnahe ethnographische Betrachtungsweise des Verfassers ermöglicht Einblicke hinter die Fassade der Ideologie: Brüche und Widersprüche im zapatistischen Selbstverständnis werden sichtbar. Aber die Lebensberichte der Tzotzil-Bauern veranschaulichen auch die Ausdauer, den Mut und den Erfindergeist der zapatistischen Basis. Ausgehend von der Kaffeekooperative Mut Vitz wird der Weg der indigenen Autonomie und somit die bisher kaum bekannte Alltagspraxis dieser Aufstandsbewegung skizziert. Die Zapatistas, die wohl beliebteste Projektionsfläche der GlobalisierungsgegnerInnen, erhalten so in diesem Buch Ecken und Kanten - und gewinnen an Profil.

Das Deutsche als Männersprache - Aufsätze und Glossen zur feministischen Linguistik

autor: 
Luise F. Pusch
text: 

Die feministische Linguistik entlarvt die Geschichte und Struktur der Sprachen als Männergeschichte und Männerstruktur. Die feministische Linguistik fundiert und dokumentiert die sprachkritische, sprachschöpferische und sprachpolitische Arbeit der Frauen. Speziell zum Deutschen gibt es bislang nur die wissenschaftlichen und journalistischen Arbeiten der Konstanzer Linguistin Luise F.Pusch, die hier erstmals gesammelt vorgelegt werden.

Das dunkle Lächeln des Mondes

autor: 
Lesley Glaister
text: 

Weihnachten in Schottland mit ihrer Mutter? Jennifer befürchtet Schlimmstes, doch dann lernt sie den unbekümmerten Jazzmusiker Tom kennen, und die Welt ist wieder in Ordnung – zumindest vorübergehend. Denn schnell wird das, was als eine romantische Affäre begann, zu einer obsessiven, abgründigen Leidenschaft. Eine Leidenschaft, die in einem mysteriösen Verbrechen gipfelt, denn Jennifer kann sich an nichts mehr erinnern ... Verzweifelt und einsam findet sie sich im Gefängnis wieder und flüchtet sich in die Welt der Phantasie. Kann Peggy Maybee, eine Ahnin Jennifers, die während einer Mondfinsternis einst von einem Gefangenenschiff den Kampf mit der Freiheit aufnahm, Jennifer retten?