BÜCHER

Hier findet ihr eine Auswahl an Rezensionen von Büchern

Anarchismus - Theorie, Kritik, Utopie

autor: 
Achim von Borries / Ingeborg Weber-Brandies (Hg.)
text: 

Mit Texten u. a. von Godwin, Proudhon, Bakunin, Kropotkin, Malatesta, Landauer, Rocker, Goldman, Voline, Read, Goodman, Souchy

Bearbeitete Neuauflage

Anarchismus - Theorie, Kritik, Utopie dokumentiert und kommentiert die libertäre Tradition vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die jüngste Vergangenheit. Die theoretischen Grundpositionen der AnarchistInnen wie auch ihr bedeutender Anteil an der Sozialistischen Bewegung, an der Russischen Revolution und am Spanischen Bürgerkrieg werden aufgezeigt. Porträts der wichtigsten VertreterInnen des Anarchismus runden die bearbeitete Neuauflage dieser umfassenden Textsammlung ab, die differenziert die komplexe Entwicklungsgeschichte des Anarchismus nachzeichnet und seine meist unterschlagenen konstruktiven Tendenzen deutlich macht. Das Prinzip Hoffnung der anarchistischen Utopie bleibt unverzichtbar, wenn wir uns nicht einer resignativen Kapitulation vor den Trägheitskräften des Bestehenden und ebensowenig der destruktiven Dynamik eines ungehemmten Neoliberalismus ausliefern wollen! Mit Beiträgen von William Godwin, Pierre Joseph Proudhon, Michail Bakunin, Peter Kropotkin, Gustav Landauer, Emma Goldman, Rudolf Rocker, Alexander Berkman, Errico Malatesta, Voline, Victor Serge, Augustin Souchy, Gaston Leval, George Orwell, Herbert Read und Paul Goodman.


Anarchismus 2.0

autor: 
Degen, Hansjürgen / Knoblauch, Jochen
text: 

Der Band «Anarchismus. Eine Einführung» von Hans Jürgen Degen und Jochen Knoblauch in der Reihe «theorie.org» arbeitete die Grundlagen libertärer Weltsicht (Stirner, Bakunin, Landauer etc.) auf. Von Rudolf Rocker einmal abgesehen, hat allerdings keiner dieser Klassiker in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg gewirkt. Dies und die Tatsache, daß spätestens nach 1945 die anarchistische Bewegung gezwungen war, sich von Grunde auf organisatorisch und inhaltlich neu zu positionieren, unterstreicht die Notwendigkeit dieser Anthologie zu aktuellen Tendenzen des Anarchismus.
Da nun neben ausgewiesenen Experten auch AktivistInnen selbst zu Wort kommen sollen, wurde die Form einer Anthologie gewählt, um den berücksichtigten Themen ein Höchstmaß an Authenzität zu verleihen.

Anarchismus in der Postmoderne

autor: 
Mümken, Jürgen (Hg.)
text: 

Der vorliegende Sammelband setzt sich mit Teilaspekten der anarchistischen Diskurse mit und in der Postmoderne auseinander. Postmoderne "Globalisierung" und Neoliberalismus haben die gesellschaftlichen Realitäten und deren Wahrnehmung verändert, so dass einige der Voraussetzungen des klassischen Anarchismus überholt sind und in Frage gestellt werden müssen. Der Staat, das Kapital, das Patriarchat usw. haben ihr Gesicht verändert. Begriffe wie Freiheit und Autonomie stehen im Zentrum der neoliberalen Herrschaft. Das Vokabular der Moderne reicht zur Analyse und Kritik gegenwärtiger Gesellschaften nicht mehr aus, denn veränderte Verhältnisse verlangen eine neue Sichtweise. Die Aufgabe anarchistischer Kritik ist es, einen Diskurs über die Krise zu entwickeln, der nicht symmetrisch zum herrschenden Diskurs verläuft.

Anarchisten als Pädagogen

autor: 
Ulrich Klemm
text: 

Profile libertärer Pädagogik Die Frage nach Pädagogik gehört zu einem zentralen Bereich libertärer Gesellschaftskritik und Innovation. Vor diesem Hintergrund will der Band biographie- und ideengeschichtlich einen Überblick über diese bis heute von der etablierten Pädagogik und Erziehungswissenschaft weitgehend vergessenen antiautoritären Tradition geben. Mit ihren pädagogischen Ansichten werden William Godwin, Leo N. Tolstoi, Michael Bakunin, Francisco Ferrer, Ernst Friedrich, Walter Borgius, Herbert Read und Paul Goodman dargestellt. Paperback, 118 Seiten


Anarchisten gegen Hitler

autor: 
A. Graf
text: 

In diesem Buch gehen elf einschlägig ausgewiesene Autoren der Frage nach, wie Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien ihren Widerstand gegen den Nationalsozialismus artikuliert haben und welche Strategien sie entwickelten, um sich zu behaupten.
Obwohl der Arbeiterwiderstand in den letzten Jahren gründlich erforscht wurde, trifft man immer wieder auf "weiße Flecken", die auf eine Aussparung von Widerstandsaktivitäten aufmerksam machen. Dieser Band ist die Darstellung eines Stücks Grundlagenforschung und eine erste Bestandsaufnahme von anarchistischen Organisationen, Milieus sowie lebensgeschichtlichen Prägungen in diesem Bereich.

Anarcho-Syndicalism

autor: 
Rudolf Rocker
text: 

The classic work on Anarcho-Syndicalism. Essential reading for everyone interested in worker controlled industries.
In 1937, at the behest of Emma Goldman, Rudolf Rocker (1873–1958) penned this political and philosophical masterpiece as an introduction to the ideals fueling the Spanish social revolution and resistance to capitalism the world over. Within, he offers an introduction to anarchist ideas, a history of the international workers movement, and an outline of the strategies and tactics embraced at the time (internationalism, federalism, anti-militarism, direct action, sabotage, and the General Strike). A prolific writer and speaker, Rocker was one of the most beloved and dedicated anarchists of his time.

Anarchy in Action

autor: 
Colin Ward
text: 

"This book is about the ways in which people organise themselves in any kind of human society, whether we care to categorise those societies as primitive, traditional, capitalist or communist....."



Angriff auf die Freiheit? - Die Anschläge in der USA und die 'Neue Weltordnung'

autor: 
Wolfgang Fritz Haug (Hrsg.)
text: 

Seit dem 11. September sind die Anschläge in den USA und drohende Eskalation des Krieges gegen Afghanistan das weltweit beherrschende Thema. Herausgeber Wolfgang Haug hat etwa zwanzig Beiträge von international bekannten Publizistinnen und Publizisten ausgewählt - kritische Stimmen aus den USA, Asien und Lateinamerika. Im Mittelpunkt der Beiträge stehen die Fragen nach den Ursachen der Anschläge und dem Sinn, Unsinn oder der Legitimität des Krieges einer internationalen Allianz gegen Afghanistan. Mit Beiträgen von Noam Chomsky, Eduardo Galeano, Arundhati Roy, Saskia Sassen, Robert Fisk, Uri Avnery, Tariq Ali, Michael Albert, Howard Zinn, Vandana Shiva, Edward S. Herman, Martin Lee und Human Rights Watch.

Antiautoritäre Pädagogik

autor: 
Thomas Schroedter
text: 

Der Begriff «Antiautoritäre Erziehung» leidet heute v.a. in der Wissenschaft unter einer kenntnisarmen «Verteufelung». Daher besteht nachhaltiges Interesse an einer überschaubaren und zugleich fundierten Darstellung antiautoritärer Theorie und Praxis. Dem trägt der neue Band der Reihe «theorie.org» ausführlich Rechnung.
Vorgestellt werden die wesentlichen Merkmale antiautoritärer Pädagogik, ihre Theoretiker und die Institutionen, in denen Ansätze einer solchen Pädagogik verfolgt wurden und werden. Die Beispiele einer solchen Pädagogik und ihrer Geschichte, die sich aus dieser Darstellung ergeben, sollen die Aktualität antiautoritärer Pädagogik herleiten. Insbesondere die Antworten konservativer Pädagogik auf die Fragen von gewalttätigen Schülerinnen und Schülern werden problematisiert und mit einer herrschaftskritischen Analyse konfrontiert.
Dabei wird die antiautoritäre Pädagogik nicht auf die theoretischen Ansätze und Praxen beschränkt, die sich diesen Titel gaben, wie die Kinderladenbewegung in den späten sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Vielmehr werden Vorläufer und pädagogische Ansätze ebenso beachtet wie die politischen Strömungen Marxistisch/Freudscher und anarchistischer anarchosyndikalistischer Ausprägung, die herrschaftskritische pädagogische Konzepte und Praxen entwickelten, sowie die bürgerliche Reformpädagogik.

Antisexismus reloaded

autor: 
re.ACTion
text: 

Antisexismus_reloaded bietet einen Ausweg aus dem Kreislauf üblicher Debatten zum Umgang mit sexualisierter Gewalt und zeigt einen emanzipatorischen Ansatz auf. Dieser Leitfaden richtet sich sowohl an Menschen, die sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben als auch an solche, die Erfahrungen im Umgang mit sexualisierter Gewalt gemacht haben. Anschaulich und zugleich fundiert werden die entscheidenden Punkte angesprochen, kontextualisiert und Vorschläge für einen reflektiertes Handeln dargestellt. Ein aktuelles Buch mit Grundlagen zu Definitionsmacht, Parteilichkeit, Veröffentlichung, Unterstützer_innengruppe, Umgang in Politgruppen, Täterumgang, etc. hat bislang gefehlt.

Antiziganistische Zustände - Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments

autor: 
Markus End, Kathrin Herold, Yvonne Robel (Hg.)
text: 

Antiziganismus ist ein weit verbreitetes und virulentes Phänomen, das in den westlichen Gesellschaften tief verankert ist. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen als »Zigeuner« diskriminiert und teilweise verfolgt. Gleichzeitig mangelt es an politischen und theoretischen Analysen. Das gilt auch für eine linke Kritik, die oft nicht über moralische Empörung hinaus geht. Dieser Sammelband soll zu einer breiteren und differenzierteren Diskussion und Kritik des Antiziganismus beitragen. Neben unterschiedlichen gesellschaftstheoretischen Ansätzen werden internationale Fallstudien zu Italien, Kosovo und Rumänien ebenso bearbeitet wie der Bereich medialer Repräsentationen und die Verwerfungen im bundesdeutschen Gedenken an den nationalsozialistischen Massenmord. Eine Kritik der Mehrheitsgesellschaft tritt hierbei an die Stelle eines nicht selten antiziganistischen Schreibens über Roma.

Anton Pannekoek – Denker der Revolution

autor: 
Cajo Brendel
text: 

Die Theoretikerin Rosa Luxemburg ist zu einer Art schlechtem Gewissen sowohl der Sozialdemokratie wie des Parteikommunismus verharmlost worden. Verloren ging, daß ihre Schrift zur Kritik der Russischen Revolution von 1917 zugleich das Gründungsmanifest einer neuen Strömung radikaler Arbeiterbewegung wurde, der Rätekommunisten. Insbesondere der holländische Marxist Anton Pannekoek (1873 - 1960), dessen intellektuelle Biographie Cajo Brendel hiermit vorlegt, arbeitete auf den Gebieten der Erkenntnistheorie, der Politischen Ökonomie sowie der Theorie der Arbeiterräte den Gehalt dieser neuen, sowohl antileninistischen wie antireformistischen Orientierung heraus, die auf den Kommunismus zielt nicht als auf eine Staatsveranstaltung, sondern als die freie Assoziation der Produzenten. - Cajo Brendels Buch, das zuerst 1970 auf Holländisch erschien, wurde vom Autor selbst ins Deutsche übertragen und neu bearbeitet; es zeigt auch die Aktualität der Pannekoekschen Kritik der alten Arbeiterbewegung.

Arbeiten bei VW - Technologie, Arbeit und soziale Regulierung in der Automobilindustrie

autor: 
Bruno Cattero
text: 

Seit zwanzig Jahren befindet sich die Automobilindustrie im Umbruch. Die Automatisierungswelle des letzten Jahrzehnts hat die Fabrik an vielen Stellen gründlich verändert und dabei das typische Bild der Automobilindustrie, die Handarbeit am Fließband, aufgelöst. Aber auch der technokratische Traum der "mannlosen Fabrik" platzte sehr bald und hinterließ vor allem eine bunte Vielfalt von Organisationsmodellen:
Das, was ein Unternehmen mit Arbeitsgruppen produzierte, vertraute ein anderes Unternehmen Robotern an, während ein drittes Unternehmen hartnäckig der Fließbandarbeit treu blieb, wenn auch manchmal nicht mehr taktgebunden und vielleicht ein Stück weit "angereichert". Dort, wo man in einer Firma einen Anlagenführer vorfand, konnte man in einer anderen integrierte Produktionsteams beobachten, und so weiter.

Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit Nr. 1-4, 6, 7, 9-14, 17

autor: 
diverse
text: 

Das "Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit" beschäftigt sich mit Anarchosyndikalismus, Rätekommunismus, Streiks, ArbeiterInnenaufständen usw.

Archive von unten

autor: 
Bernd Hüttner
text: 

Dieses Verzeichnis soll bei der Suche nach Material aus und über neue soziale Bewegungen helfen und die vielfältige Szene der Archive von unten mit ihren einmaligen Sammlungen bekannter machen. Veröffentlichungen der neuen sozialen Bewegungen und der politischen und kulturellen Opposition werden von staatlichen Archiven, die immer noch sehr an "amtlichem" Schriftgut orientiert sind, gar nicht bzw. nicht durchgängig gesammelt. Dabei sind diese, oft nur in einer kleinen Auflage verbreiteten Materialien, zum einen wichtige Quellen zum Verständnis gesellschaftlichen Wandels, zum anderen ist ihre Kenntnis eine Ausgangsbedingung für die kritische Aneignung der Geschichte von politischem Protest durch die heute politisch aktiven Menschen.
Die einzigen Orte, an denen Materialien dieser Art gesammelt werden, sind - neben einer Handvoll institutionalisierter Spezialarchive - die Archive, die die Bewegungen selbst ausgebildet haben. Diese Archive leiden jenseits des klassischen Mangels an Geld vor allem an einer zu geringen Präsenz in der Öffentlichkeit. Der Vorliegende Reader erleichtert den Zugang zu Materialien, die in diesen selbstorganisierten Archiven lagern. Er will denen eine kleine Unterstützung geben, die zu den vielfältigen Bewegungen der letzten Jahrzehnte recherchieren und arbeiten wollen - egal ob für das Studium an der Uni oder im Rahmen politischer, sozialer oder kultureller Aktivitäten. Das letzte vergleichbare Verzeichnis, das auch ausführliche Selbstdarstellungen der Archive enthielt, der Reader der anderen Archive, ist vor dreizehn Jahren erschienen. Im aktuellen Verzeichnis werden nun insgesamt 278 Archive aufgeführt. Einführend werden Archive sozialer Bewegungen kurz vorgestellt. In einem weiteren Beitrag werden kritische Geschichtszeitschriften daraufhin überprüft, inwieweit sie zu einer Geschichtsschreibung der Linken und der neuen sozialen Bewegungen beitragen können und wollen. Zum Schluss finden sich einige Literatur- und Internettipps.